
Rund um Wien liegt eine erstaunliche Vielfalt an beeindruckende Ritterburgen oder geheimnisvolle Ruinen – viele dieser Orte erreichst du bequem bei einem Tagesausflug von Wien aus. In diesem Beitrag zeigen wir euch die schönsten Burgen rund um Wien, inklusive persönlicher Tipps, spannender Geschichten und Ideen für Wanderungen und Radtouren.
Tagesausflüge zu Ruinen und Burgen rund um Wien
Diese Ruinen und Burgen rund um Wien eignen sich perfekt für einen Tagesausflug ab Wien und lassen sich oft mit Wanderungen oder Radtouren kombinieren:
- Ruine Aggstein (Wachau) – spektakuläre Lage übere über der Donau & sagenumwobenes „Rosengärtlein“
- Ruine Hinterhaus (Wachau) – Schöne Aussicht & Legende um Adelheid
- Ruine Dürnstein (Wachau) – historisch bedeutend durch König Richard Löwenherz
- Schallaburg (nahe Melk) – mehr als eine Burg
- Rosenburg (Kamptal) – beeindruckende Anlage mit Turnierhof & Greifvogelschau
- Burgruine Gars (Waldviertel) – eine der ältesten Burgen Österreichs & Opernkulisse
- Burg Rappottenstein (Waldviertel) – eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen
- Ruine Senftenberg (Kremstal) – schöne Anlage mit toller Aussicht & Wanderoptionen
- Burgruine Staatz (Weinviertel) – markante Felsenburg mit weitem Panoramablick
- Burgruine Falkenstein (Weinviertel) – geschichtsträchtige Ruine mit Museum
- Heimenburg in Hainburg – historische Festung an der Donau mit kurzer Wanderung erreichbar
- Burg Kreuzenstein (nahe Wien) – detailgetreu wiederaufgebaute Ritterburg
- Burg Liechtenstein (Wienerwald) – romantische Burg & idealer Ausgangspunkt für Wanderungen
Beginnen wir unseren Beitrag Burgen rund um Wien im Waldviertel
Ruine Aggstein – Das Rosengärtlein, ein Ort des Schreckens!

Die Ruine Aggstein thront wie ein Adlerhorst auf einem steil abfallenden Felsen hoch über der Donau, von wo aus du einen großartigen Ausblick auf die gesamte Wachau hast. Die mächtige Burganlage ist untrennbar mit der Legende vom Rosengärtlein verbunden. Der berüchtigte Raubritter „Schreck vom Wald“ soll seine Gefangenen auf einen schmalen, steilen Felsvorsprung an der Burgmauer – das sogenannte Rosengärtlein – gebracht haben. Dort stellte er sie vor die grausame Wahl: den Tod durch einen Sprung in die Tiefe oder qualvolles Verhungern. Heute zählt die Ruine Aggstein zu den meistbesuchten Burgen Niederösterreichs.
Hinweise
Wenn ihr richtig fit seid, könnt ihr den Burgfelsen sogar vom Donauradweg aus mit dem Rad erklimmen. Passend dazu unser Radtourentipp:
AM MARILLENBLÜTENRADWEG DURCH DIE WACHAU
Die Burgruine Aggstein erreicht ihr am besten mit dem Auto. Die Auffahrt zur Burg ist mit dem Auto möglich und es sind ausreichend Parkplätze vorhanden.
Weitere Informationen über Öffnungszeiten, Eintrittspreise etc. findest ihr unter: Burgruine Aggstein
Ruine Hinterhaus und der Geist Adelheid

Die mächtige Burgruine Hinterhaus bietet alles, was zu einer echten Ritterburg gehört inklusive eines Bergfrieds, mit einem wundervollen Blick auf das Donautal, und einem Burggespenst. Genauer gesagt handelt es sich dabei um Adelheid. Sie war mit Heinrich, dem Kuenringer verheiratet. Doch die Ehe tat ihr nicht gut, sie starb kurz nach der Vermählung. Heinrich, kein Kind von Traurigkeit, heiratete noch innerhalb des Trauerjahres ein weiteres Mal. Die Strafe Gottes folgte umgehend. Heinrich verstarb in der Hochzeitsnacht. Seither winkt der Geist von Adelheid jedes Jahr am Todestag des Gatten aus den Fenstern der Ruine und jammert unentwegt „Nit ein Jahr!“ Genug der Schauergeschichten.
Hinweise
Wenn ihr die Ruine Hinterhaus besuchen möchtet, lässt sich das wunderbar mit schönen Wanderungen verbinden:
WACHAU PER PEDES – VON WILLENDORF NACH SPITZ AN DER DONAU
oder
DURCH DIE WEINBERGE VON SPITZ AN DER DONAU
Die Burgruine Hinterhaus erreicht ihr am besten mit dem Auto. Von Wien aus beträgt die Fahrzeit etwa eine Stunde. Entlang der B217 stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Von dort sind es rund 500 Meter Fußweg bergauf bis zur Burg. Die Anlage ist ganzjährig bei Tageslicht kostenlos zugänglich.
Weitere Informationen findest du unter: Burgruine Hinterhaus
Ruine Dürnstein und ihr berühmter Gefangener

Die Burgruine Dürnstein ging in die Weltgeschichte ein. Berühmtester Gast der Burg war König Richard Löwenherz, der während eines Kreuzzuges, Herzog Leopold tief beleidigt hatte. Die Rache folgte auf dem Fuße. Auf der Rückreise wurde Löwenherz bei Wien erkannt, gefangen genommen und auf die Ruine Dürnstein gebracht. Niemand kannte seinen Aufenthalt. Sein treuer Minnesänger Blondel zog singend und suchend von Burg zu Burg, bis er in Dürnstein endlich fündig wurde.
Hinweise
Für euren Besuch der Burgruine Dürnstein haben wir einen passenden Radtourentipp für euch:
AM MARILLENBLÜTENRADWEG DURCH DIE WACHAU
Die Burgruine Dürnstein erreicht ihr von Wien am besten mit dem Auto. Die Fahrzeit beträgt eine knappe Stunde. Vom Ortszentrum benötigst Du für den Aufstieg zur Burg etwa 20 Minuten. Die Burgruine Dürnstein ist ganzjährig kostenlos zugänglich.
Weitere Informationen findest du unter: Burgruine Dürnstein
Schallaburg – Das Mädchen mit dem Hundekopf

Rund sieben Kilometer südlich von Stift Melk entfernt – also fast noch in der Wachau -, blickt die Schallaburg vom Hiesberg herab. Berühmt ist die Schallaburg für den wunderschönen Renaissance-Hof mit seinen Arkadengängen und Terrakotta-Skulpturen. Wer genau schaut entdeckt zwischen den Köpfen, Masken und Fabelwesen das berühmte Hundefräulein. Die Geschichte des Hundefräuleins zählt zu den bekanntesten Legenden der Schallaburg und erzählt das Schicksal eines Mädchens, das mit einem Hundekopf auf die Welt kam, weil ihr Vater sich gegen den Herrgott schwer versündigt hatte. Zeitlebens soll sie an einer silbernen Kette in der Burg gefangen gehalten worden sein. Einen Ausflug wert sind auch die jährlich wechselnden Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten. 2026 lautet die Ausstellung: „Die 80er – Grenzen waren gestern“
Hinweise
Die Schallaburg ist am besten mit dem Auto zu erreichen. Die Fahrzeit beträgt eine knappe Stunde. Parkplätze bei der Burg sind ausreichend vorhanden.
Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Infos zu laufenden Ausstellungen unter: Schallaburg
Wir verlassen nun die Wachau und setzen unseren Beitrag über Ruinen und Burgen rund um Wien im Kamptal fort.
Rosenburg – Mehr Schloss als Burg

Die Rosenburg ist das Wahrzeichen des Kamptals. Majestätisch thront das Renaissanceschloss hoch über dem Fluss. Hauptattraktion der Rosenburg ist der langgestreckte Turnierhof. Wo sich einst der Adel beim Ringelstechen vergnügte, fanden 2015 die Dreharbeiten zum Dreiteiler Maximilian I statt. Die gut erhaltenen historischen Innenräume der Rosenburg sind im Rahmen einer Schlossführung zu besichtigen. Sehenswert sind die herrschaftlichen Wohnräume, die mit den passenden antiken Möbeln eingerichtet sind, die Bibliothek, der Rittersaal und der Prunksaal. Auf keinen Fall solltet ihr beim Besuch der Rosenburg die Greifvogelschau mit Flugvorführungen im Falkenhof versäumen.
Hinweise
Ein passender Radtourentipp für deinen Besuch der Rosenburg:
RADTOUR KAMPTAL – VON HORN ÜBER STIFT ALTENBURG NACH HADERSDORF
Die Rosenburg erreicht ihr mit dem Auto oder mit der Kamptalbahn. Mit dem Auto beträgt die Fahrzeit von Wien etwa 80 Minuten. Parkplätze bei der Burg sind vorhanden. Züge von Wien ab Franz Josef Bahnhof oder Spittelau (U4) bis Hadersdorf am Kamp, danach weiter mit der Kamptalbahn bis Station Rosenburg. Anschließend ca 20 minütige Wanderung zur Rosenburg. Fahrzeit ca 1 Stunde 45 Min, Fahrpläne, Tickets unter ÖBB
Weitere Informationen, wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise, etc. findest du unter: Schloss Rosenburg
Burgruine Gars – Lässt sich Carmen die Haare beim Barbier von Sevilla machen?

Gars am Kamp wird von einer der ältesten Ritterburgen des Landes gut bewacht. Ein steiler Fußweg führt in zehn Minuten hinauf zur alten Babenbergerburg, die man kostenlos besichtigen kann. Im 11. Jhdt war die mächtige Garser Burg unter Markgraf Leopold II für einige Jahre Regierungssitz der Babenberger. Kaum zu glauben, aber damit war Gars für kurze Zeit die Hauptstadt des damaligen Österreichs. Doch der Sohn von Leopold II, Leopold, der Heilige, konnte sich so gar nicht mit dem rauhen Klima im Waldviertel anfreunden. Er verlegte seinen Regierungssitz nach Klosterneuburg. Seit Ende der 1980er dienen die jahrhundertealten Mauern als Kulisse für das jährliche Opernfestival. Wo einst der Minnesang die Burgherrn erfreute, erklingen heute Bizets Carmen oder Rossinis Barbier von Sevilla.
Hinweise
Radfahren oder Wandern? Zwei passende Tipps für deinen Besuch der Burgruine Gars:
RADTOUR KAMPTAL – VON HORN ÜBER STIFT ALTENBURG NACH HADERSDORF
KAMPTAL – EINE AUSSICHTSREICHE RUNDE RUND UM GARS
Die Burgruine Gars erreicht ihr mit dem Auto oder mit der Kamptalbahn. Mit dem Auto beträgt die Fahrzeit etwa 80 Minuten. Von Wien aus beträgt die Fahrzeit etwa eine Stunde. Parkplätze bei der Burg sind vorhanden. Züge von Wien ab Franz Josef Bahnhof oder Spittelau (U4) bis Hadersdorf am Kamp, danach weiter mit der Kamptalbahn bis Station Gars/Thunau. Anschließend ca 20 minütige Wanderung zur Burgruine Gars. Fahrzeit ca 1 Stunde 40 Min, Fahrpläne, Tickets unter ÖBB
Die Burgruine Gars ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Weitere Informationen findest du unter: Burgruine Gars
Wir setzen unsere Tour „Burgen rund um Wien“ im tiefsten Waldviertel fort.
Burg Rappottenstein – Die Burg, die nie erobert wurde

Um ihre Besitztümer zu schützen, gründeten die Kuenringer um 1150 eine Reihe von Burgen im Waldviertel, deren mächtigste Rappottenstein war. Für die Kuenringer spielte die Burg stets eine wichtige Rolle. Sie lag in der Mitte des ausgedehnten Kuenringer-Besitzes und schützte die nördliche Flanke des babenbergischen Österreichs. Zusammen mit anderen Burgen entlang des Kamp, hielt sie böhmische Invasoren von Überfällen ab. Das Außergewöhnliche an Burg Rappottenstein ist, dass sie nie erobert und zerstört wurde. Vermutlich hat sie kein Feind in den dichten Wäldern des Waldviertels gefunden. Die Burg Rappottenstein ist ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Wehrarchitektur mit Bauelementen aus Romanik, Gotik und Renaissance. Sehenswert sind der Renaissance-Innenhof, die Gartenterrasse und das Verlies.
Hinweise
Ein Besuch der Burg Rappottenstein lässt sich mit dieser Wanderung ideal kombinieren:
RAPPOTTENSTEIN, LOHNBACHFALL – VON BURGEN UND NATURJUWELEN
Rappottenstein ist am besten mit dem Auto und danach zu Fuß zu erreichen. Die Fahrzeit von Wien beträgt etwa 90 Minuten. Die Burg kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Weitere Informationen, wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise, etc. findest du unter: Burg Rappottenstein
Vom tiefsten Waldviertel geht unsere Tour „Ruinen und Burgen rund um Wien“ zurück in das Kremstal.
Burgruine Senftenberg

Die Ruine Senftenberg zählt zu den schönsten Anlagen im Kremstal und prägt mit ihrer Lage das Ortsbild eindrucksvoll. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Für viele Jahrhunderte trotzte sie jedem Angreifer.Während der ersten Wiener Türkenbelagerung war die Burg ein Zufluchtsort der einheimischen Bevölkerung. In den Bauernkriegen, gegen Ende des 16. Jahrhunderts, wurde oft versucht, die Burg zu stürmen. Doch mit Sensen und Mistgabeln scheiterten die Angreifer kläglich. Erst während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg von schwedischen Truppen unter der Führung von General Torstenson eingenommen und zerstört. Heute kümmert sich der Burgruinenverein Senftenberg um den Erhalt der Ruine. Der Verein hat sie auf 100 Jahre gepachtet und sich ihre Renovierung zum Ziel gesetzt.
Hinweise
Wenn ihr die Ruine Senftenberg besuchen möchtet, lässt sich das wunderbar mit einer schönen Wanderung verbinden:
WANDERN IM KREMSTAL: 3 BURGEN, WEINBERGE & AUSBLICKE RUND UM SENFTENBERG
Die Burgruine Senftenberg erreicht ihr am besten mit dem Auto. Von Wien aus beträgt die Fahrzeit etwas mehr als eine Stunde. Von der Kirche in Senftenberg führt ein rund 10-minütiger Spaziergang hinauf zur Burg. Das Gelände ist bei freiem Eintritt ganzjährig geöffnet.
Weitere Informationen zur Burg findest du unter: Burgruine Senftenberg
Wir setzen nun unsere Tour „Burgen rund um Wien“ im Weinviertel fort.
Burgruine Staatz

Schon von weitem ist die auf einem rund 100 Meter hohen Felskegel thronende Burgruine Staatz zu sehen. Errichtet wurde die Burg Staatz im 11. Jh. um das Reich der Babenberger gegen Feinde aus dem Osten zu verteidigen. Für Jahrhunderte blieb die Burg Staatz uneinnehmbar. Erst schwedischen Truppen gelang es während des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1645 die Burg zu stürmen und zu zerstören. Danach verfiel die einst mächtige Burg zur Ruine. Der Aufstieg zur Ruine Staatz über zahlreiche Stufen ist zwar schweißtreibend, doch dafür werdet ihr mit einem phantastischen Ausblick über die Laaer Ebene und zu den Pollauer Bergen in Mähren belohnt.
Hinweise
Wir haben hier den passenden Radtourentipp für euch:
VELTLINER RADWEG – VON DÖRFERN OHNE RAUCHFANG UND MÄCHTIGEN BURGRUINEN
Die Burgruine Staatz erreicht ihr am besten mit dem Auto. Von Wien aus beträgt die Fahrzeit etwa 90 Minuten. Vom Ort Staatz führt ein rund 20-minütiger Spaziergang hinauf zur Burg. Die Ruine ist ganzjährig frei zugänglich.
Weitere Informationen findet ihr unter: Burgruine Staatz
Burgruine Falkenstein

Die Burgruine Falkenstein liegt auf einer mächtigen Kalkklippe und sicherte für Jahrhunderte die österreichischen Ländereien vor Feinden aus dem Osten. Nur den Angriffen der Schweden während des Dreißigjährigen Krieges konnte die Burg nicht standhalten und wurde zerstört. Die Lage der Burganlage war strategisch gut gewählt, denn vom höchsten Punkt der Burg überblickt man noch heute einen Großteil Südmährens. Im Jahre 1539 wurden in der Burg Falkenstein 150 Anhänger der radikal-reformatorischen Täuferbewegung gefangen gehalten. Die »Ketzer« wurden in Eisen von hier nach Triest gebracht, um dort als Galeerensklaven zu enden. Ein kleines Museum und ein maßstabsgetreu nachgebauter Rumpf einer historischen Galeere im Burghof erinnern an das tragische Schicksal dieser Männer.
Hinweise
Plant ihr einen Ausflug zur Burgruine Falkenstein? Dann haben wir hier den passenden Radtourentipp für euch:
VELTLINER RADWEG – VON DÖRFERN OHNE RAUCHFANG UND MÄCHTIGEN BURGRUINEN
Oder wie wäre es mit einer Wanderung zur Ruine Falkenstein?
DER FLUG DES FALKEN ÜBER BURGRUINE, KELLERGASSE UND STOAMANDEL
Die Burgruine Falkenstein erreicht ihr am besten mit dem Auto. Von Wien aus beträgt die Fahrzeit etwa eine Stunde. Vom Ort Falkenstein führt ein rund 20-minütiger Spaziergang durch Wald und Wiesen hinauf zur Burg.
Weitere Informationen über Öffnungszeiten, Eintrittspreise etc. findest du unter: www.burgruine-falkenstein.at
Nun setzen wir unsere Tour „Burgen rund um Wien“ in der östlichsten Stadt Österreichs fort:
Heimenburg

Um die Ungarische Pforte vor Angriffen aus dem Osten zu schützen, ließ Kaiser Heinrich III. um 1050 eine Reichsfestung am Schlossberg errichten. Später übernahmen die Babenberger die Burg, erweiterten sie und verstärkten die Anlage mit zusätzlichen Mauern. Für Aufsehen sorgte die Hochzeit vom 11. Februar 1252: Margarete von Babenberg heiratete den um 20 Jahre jüngeren Ottokar II. von Böhmen – eine Verbindung, die vor allem der Sicherung des Babenberger Erbes diente. Nach Ottokars Tod in der Schlacht von Dürnkrut fiel die Heimenburg an die Habsburger und verlor zunehmend an Bedeutung. In den Türkenkriegen wurde sie schließlich verwüstet und dem Verfall überlassen.
Hinweise
Verbindet eine Besichtigung von Hainburg und der Heimenburg mit einer entspannten Wanderung durch die Umgebung:
VOM SCHLOSSBERG AUF DEN BRAUNSBERG
Hainburg erreicht ihr entweder mit dem Auto oder mit der Bahn von Wien-Mitte (Rex7). Fahrpläne und Tickets unter ÖBB. Die Fahrzeit beträgt in beiden Fällen rund eine Stunde. Vom Parkplatz in der Schlossbergstraße führt ein knapp 400 Meter langer Wanderweg hinauf zur Burg.
Die Besichtigung ist jederzeit kostenlos möglich. Weitere Informationen findest du unter: Burgruine Schlossberg – die Heimenburg
Von Hainburg führt uns die Tour „Burgen rund um Wien“ wieder Donauaufwärts:
Burg Kreuzenstein – die wiedergebaute Ritterwelt

Schon von weitem ist die Burg Kreuzenstein – nur wenige Kilometer nördlich von Wien – zu sehen. Die ursprüngliche Burganlage wurde im 30-jährigen Krieg durch die Schweden völlig zerstört. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Burg dem Grafen Wilczek, der sie Ende des 19 Jhdts mit Hilfe zahlreicher mittelalterlicher Bauteile aus ganz Europa wieder aufbauen ließ. Die Besichtigung der Burg ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Zu sehen gibt es alles, was man von einer Ritterburg erwartet: Rittersaal, Rüstkammer, Fürstenzimmer, Burgkapelle oder die Burgküche.
Hinweise
Wenn ihr die Burg Kreuzenstein besucht, solltet ihr euch diese Wanderung nicht entgehen lassen::
MICHELBERG WANDERUNG: SCHWEDENHÖHLEN, LAVENDELFELDER & WEITBLICK
Die Burg Kreuzenstein erreicht ihr am besten mit dem Auto. Die Fahrzeit beträgt knapp 50 Minuten. Parkplätze sind bei der Burg vorhanden.
Weitere Informationen über Öffnungszeiten, Eintrittspreise etc. findest du unter: Burg Kreuzenstein
Zum Abschluss unserer Tour „Burgen rund um Wien“ ein Ausflug in den Wienerwald
Burg Liechtenstein – Stammsitz einer Fürstendynastie

Die Burg Liechtenstein bei Maria Enzersdorf ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer. Die Burg wurde um 1130 erbaut und gilt als Stammsitz der Fürsten von Liechtenstein. Nach häufigen Besitzerwechseln wurde die Burg 1683 durch türkische Horden großteils zerstört. 1808 kaufte Fürst Johann I. von Liechtenstein den Stammsitz seiner Vorfahren zurück und lässt die Burgruine ganz im Stile des Historismus als romantische Ritterburg wieder aufbauen.
Hinweise
Plant ihr eine Wanderung zur Burg Liechtenstein? Dann haben wir hier folgende Wandertipps für euch:
DER KALENDERBERG BEI MÖDLING
RUNDWANDERUNG ZUR BURG MÖDLING UND ZUM HUSARENTEMPEL
VON MARIA ENZERSDORF ÜBER DEN RAUCHKOGEL NACH BRUNN
Die Burg Liechtenstein erreicht ihr schnell und bequem mit dem Auto in knapp 40 Minuten von Wien.
Weitere Informationen über Öffnungszeiten, Eintrittspreise etc. findest du unter: Burg Liechtenstein
Vielleicht habt ihr jetzt genauso Lust bekommen wie wir, die faszinierenden Ruinen und Burgen rund um Wien selbst zu entdecken. Die Burgen und Ruinen rund um Wien entdecken heißt, Geschichte, Natur und Abenteuer zu verbinden. Viel Spass dabei!
