Reiseziele in Europa

Von Deutschland nach Portugal, von Kroatien nach Tschechien. Hier findest Du Reisetipps, Sightseeing-Touren, Routenvorschläge uvm quer durch Europa.


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  • LEOPOLDSTADT – EIN SPAZIERGANG DURCH DIE MAZZESINSEL

    Durch die Leopoldstadt Die »Mazzesinsel«, wie die Leopoldstadt einst scherzhaft wegen des hohen jüdischen Bevölkerungsanteils genannt wurde, bietet mit dem Karmeliterviertel und dem Augarten wahre Kleinode. Das Tor zur Leopoldstadt Das Tor zur Leopoldstadt Wir starten unsern Spaziergang bei der Schwedenbrücke. Wie die Wachtürme einer alten Ritterburg, die den Weg in die Leopoldstadt bewachen, wirken die zwei schiefen Hochhaustürme am Beginn der Taborstraße. Den linken Turm, ein Geniestreich von Hans Hollein, wurde im Jahr 2000 sogar mit dem »Bauherrnpreis« ausgezeichnet. Nouvel-Tower Der rechte Turm, der Nouvel-Tower, besser bekannt als Sofitel, wurde nach den visionären Plänen des französischen Architekten Jean Nouvel errichtet. Kleine Randnotiz, beide Architekten erhielten für ihre Werke den begehrten Pritzker-Preis, einer weltweit renommierten Auszeichnung für Architektur. Börse für landwirtschaftliche Produkte Börse für landwirtschaftliche Produkte in der Leopoldstadt Wir folgen der Taborstraße und flanieren an der »Börse für landwirtschaftliche Produkte« vorbei, einem Prachtbau im Stil der französischen Renaissance. Dieses Schmuckstück wurde gegen Ende des 19. Jhdt errichtet und war bis zum Ersten Weltkrieg die wichtigste Börse für agrarische Produkte in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Danach verfiel das Gebäude in einen ausgedehnten Dornröschenschlaf und wurde erst in den 1980er-Jahren wieder wachgeküsst. Das Odeon Theater zog ein und hauchte dem prunkvollen Börsesaal neues Leben ein. Fassadenschmuck an der Börse für landwirtschaftliche Produkte Die Taborstraße zählt zu den ältesten Straßen Wiens. Über Jahrhunderte hinweg war sie der wichtigste Handelsweg in den Nordosten des Habsburger-Reiches. Sie stellte die einzige Verbindung über den damals unregulierten Donaustrom dar, die die Innere Stadt mit der Leopoldstadt verband. Und da auf Handelsstraßen bekanntlich Reisende, Beamte oder Kaufleute unterwegs waren, die alle ein Dach über dem Kopf und etwas Anständiges im Magen suchten, haben sich in der Taborstraße zahlreiche Beherbergungsbetriebe angesiedelt. Hotel Stefanie – Ältestes Hotel in Wien Hotel Stefanie – Ältestes Hotel in Wien Eine dieser Herbergen, die noch heute existiert, ist das Hotel Stefanie. Die »Weiße Rose«, wie es damals hieß, gilt als das älteste, kontinuierlich geführte Hotel Wiens, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1600 zurückreichen. Seinen heutigen Namen erhielt es anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Rudolf mit Prinzessin Stephanie. Ältestes Hospital in Wien In unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels Stefanie liegt das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, stolzer Träger des Titels »ältestes Hospital Wiens«. Die Geschichte der »Barmherzigen Brüder« geht zurück auf das Jahr 1539, als der portugiesische Söldner João Cidade dem blutigen Soldatenleben überdrüssig wurde und beschloss, der Menschheit etwas Gutes zu tun. Statt Schwert und Rüstung wählte er Kutte und Barmherzigkeit. Barmherzigenkirche Um abtrünnige Gläubige nach der Reformation zurück in den Schoß der katholischen Kirche zu locken, initiierte Kaiser Mathias nach 1600 eine regelrechte Kirchen- und Klosteroffensive. 1614 berief er die Barmherzigen Brüder in die Leopoldstadt, wo sie im Karmeliterviertel ein Kloster und Spital errichteten. Nachdem zu jedem Klosterkomplex eine Kirche gehört, werfen wir noch einen kurzen Blick in das Innere des Gotteshauses, falls es nicht versperrt ist. Dort sticht besonders das Ölgemälde ” »Taufe Christi« am Hochaltar hervor, ein Werk von Daniel Gran, einem wahren Kapazunder der barocken Malkunst. Kunstinteressierte kennen ihn auch als Schöpfer des Kuppelfreskos der Nationalbibliothek. Im Karmeliterviertel Im Werd – Karmeliterviertel, Leopoldstadt Wir befinden uns nun im Herzen des ältesten Viertels der Leopoldstadt, dem Karmeliterviertel, welches sich links von der Taborstraße erstreckt. Bis zum Holocaust war es das Zentrum des jüdischen Lebens in Wien, was dem Viertel mit seinen engen Gassen den Spitznamen »Mazzesinsel« einbrachte. Dieser geht auf das ungesäuertes Brot »Mazzes« in der jüdischen Tradition zurück. Karmeliterplatz Trotz der fast gänzlichen Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der NS-Zeit haben sich Nachkommen emigrierter Juden oder Zuwanderer aus den ehemaligen Ostblockstaaten erneut in der Leopoldstadt niedergelassen. So kann man auch heute wieder streng orthodoxe Juden mit Schläfenlocken in ihren charakteristischen schwarzen Gewändern und traditionellen Hüten sehen, die das Stadtbild Wiens zur Jahrhundertwende prägten. Karmeliterkirche Karmeliterkirche in der Leopoldstadt Wir stehen nun vor der Karmeliterkirche, die bei ihrer Einweihung eine Mischung aus Staunen und Verwirrung auslöste. Offenbar hatten die Architekten beschlossen, einen Hauch italienischen Flairs hinzuzufügen –anstatt eines majestätischen Turms entschieden sie sich für eine turmlose, dreigeschossige Fassade. Im Karmeliterviertel – Heilige auf der Fassade der Karmeliterkirche Im Jahr 1623 hatte Kaiser Ferdinand II die Spendierhosen an und schenkte dem Karmeliter-Orden ein riesiges Grundstück in der Leopoldstadt. In einem Akt architektonischer Kraftanstrengung errichteten die Karmeliter innerhalb eines Jahres ein kleines Kirchlein. 1639 erfolgte die Einweihung des heutigen frühbarocken Kirchenbaus. Werft noch einen Blick ins Innere der Kirche, speziell auf das Hochaltarbild, welches der berühmte Malers Kremser Schmid schuf. Haus „Zum Goldenen Hirschen“ Familie Strauß im Haus “zum Goldenen Hirschen” Dreht euch nun um gute 180 Grad und lasst euren Blick auf das Dach des vis-à-vis Hauses wandern, wo ihr eine bronzene Hirschstatue seht. Hier stand einst das Haus »Zum Goldenen Hirschen«, wo für ein halbes Jahrhundert echte Walzerseligkeit herrschte. Johann Strauß Vater zog 1834 im Hirschenhaus ein, Eduard Strauß erblickte an diesem Ort das Licht der Welt und seine Brüder Johann Junior und Josef verbrachten hier ihre Jugend. Das Epizentrum des 3/4-Takts war für Josef Strauss auch seine letzte Wohnadresse, als er 1870 die Bühne des Lebens verließ. Ludwig Hirsch Platz Ludwig Hirsch Platz Wir folgen der Karmelitergasse und erreichen nach ein paar Minuten einen kleinen Platz, der einem legendären Liedermacher gewidmet ist, Ludwig Hirsch. Seine düsteren Lieder, wie »Die Omama», »Komm schwarzer Vogel« oder » I lieg am Ruckn« lassen euch in die morbide Melancholie Wiens der 70er und 80er Jahre eintauchen, als die Stadt zwar »grau«, aber noch frei von Missionaren der »woken cancel culture« und Sprach-Talibans war, die mit ihrem aggressiven Missionierungs-Trieb der Menschheit mit stets neuen »Wortwichserein« auf den Sack gehen. Ludwig Hirsch Platz Wir schweifen ab. Eine Statue erinnert zwar nicht an den beliebten Künstler, dafür könnt ihr ein Ensemble aus nostalgischen Schriftzügen längst verschwundener Geschäfte an einer Feuerwand entdecken. Diese Relikte aus den 50er, 60er und 70er Jahren erinnern uns an Zeiten, als Geschäftsschilder noch ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter hatten. Der Karmelitermarkt Karmelitermarkt Ein paar Schritte weiter erreicht ihr das Herz des Karmeliterviertels und der Leopoldstadt – den Karmelitermarkt. Dieser Markt ist nicht nur ein Markt, weiterlesen

  • WÄHRING – EIN STADTSPAZIERGANG DURCH DEN SCHÖNSTEN BEZIRK WIENS

    Währing, die Perle der Bezirke Wiens. Dieser Stadtspaziergang durch den 18. Bezirk bietet euch eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur, Architektur und Geschichte. U6 Station Währinger Straße-Volksoper Gleich zu Beginn unseres Spaziergangs durch Währing stoßen wir auf ein echtes architektonisches Schmuckstück – die U6-Station »Währinger Straße« vom bekannten Architekten Otto Wagner. Diese Station ist nicht einfach nur eine Haltestelle! Otto Wagner hat hier ein Gesamtkunstwerk geschaffen und sich bei jedem Detail Gedanken gemacht – von den Beleuchtungskörpern bis zu den Bodenfliesen. Der Verlauf der Stadtbahnstrecke – der heutigen U6 – prägt noch immer das Stadtbild von Wien und zählt neben der Ringstraße zu den bedeutendsten städtebaulichen Leistungen. Werft auch noch einen Blick auf die monumentale Stadtbahnbrücke, die förmlich ein imposantes »Eingangstor nach Währing« bildet. Gertrudkirche und Kutschkermarkt Der Beginn unseres Streifzugs durch Währing führt uns entlang der Währinger Straße. Sie ist nicht nur das pulsierende Herz des 18. Bezirks, sondern auch eine lebendige Einkaufsmeile. Unsere erste Station ist der Kutschkermarkt, flankiert von der eindrucksvollen Gertrudkirche, die 1934 unter der Leitung von Architekt Karl Holey eine neue Gestalt erhielt. Auf einem der letzten verbliebenen Straßenmärkte Wiens könnt ihr den Puls des bürgerlichen Lebens in Währing spüren. Besonders am Samstag entfaltet der Markt seine volle Pracht, wenn zu den festen Marktständen auch Bauern ihre frischen regionalen Produkte anbieten. Auch für kulinarische Genüsse ist in und um den Kutschkermarkt gesorgt. Hier treffen sich Herr und Frau Währing zum gepflegten Tratscherl bei einem Espresso Macchiato oder einem Glaserl Prosecco. Schubertpark Nächstes Ziel unseres Spaziergangs durch Währing ist der Schubertpark an dessen Stelle sich einst der Währinger Ortsfriedhof befand. Zu den berühmtesten Persönlichkeiten, die auf dem Währinger Ortsfriedhof bestattet wurden, zählen Ludwig van Beethoven und Franz Schubert, deren ursprüngliche Grabmäler ihr noch heute besichtigen könnt. Die sterblichen Überreste der beiden Komponisten wurden am 1863 exhumiert und in Ehrengräbern auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet. Damit sollte das negative Image des frisch angelegten Zentralfriedhofs verbessert werden, der wegen seiner Trostlosigkeit so unattraktiv war, dass sogar Geister beschlossen, dort nicht zu spuken. Um diesen Ort der ewigen Ruhe aufzuhübschen, beschloss der Gemeinderat die Errichtung einer Ehrengräberanlage. Man grub die Überreste vieler Prominenter von verschiedenen Wiener Friedhöfen aus und verlegte deren Gräber auf den Zentralfriedhof. Zu den weiteren bekannte Persönlichkeiten, die auf dem Währinger Ortsfriedhof beerdigt wurden, waren Johann Nestroy und Franz Grillparzer. 1924 bis 1925 wurde der Friedhof in eine Parkanlage umgewandelt. Von den ursprünglichen Gräbern blieb lediglich ein von einer Mauer umschlossener Gräberhain mit rund vierzig historisch wertvollen Biedermeier-Grabmälern erhalten. Cottage-Hof Für Architektur-Enthusiasten offenbart sich an der Ecke Währingerstraße und Teschnergasse ein wahres Fest für die Augen. Hier präsentiert sich der Cottage-Hof von Hans Dworak als kleines Juwel im Stil der Secession. Die Fassade zeichnet sich durch charakteristische Dekorelemente des Jugendstils aus, darunter beeindruckende Frauenköpfe, die dem Gebäude eine einzigartige und ansprechende Note verleihen. Im Cottage-Viertel Wir schlendern weiter durch die Argauergasse und die Cottagegasse und erreichen schließlich das berühmte Cottage-Viertel, das der typische Wiener gerne mit einem nasalen Hauch von französischem Akzent als »Koteesch« bezeichnet. Die »Koteesch« gilt als eine der vornehmsten und exklusivsten Wohngegenden in Wien. Zahlreiche alte Villen und elegante Einfamilienhäuser mit oft großzügigen Gärten prägen dieses schöne Viertel Wiens. Diese wurden ab etwa 1870 als Antwort auf die teuren Zinspaläste in der Wiener Innenstadt errichtet. Viele Prominente wohnen und wohnten hier, darunter Arthur Schnitzler, Theodor Herzl, Felix Salten, Arik Brauer, Peter Alexander oder Emmerich Kálmán. In der Cottagegasse 37 erinnert eine kleine Reh-Statue an Felix Salten, der in diesem Haus den bekannten Kinderroman »Bambi« verfasste. Die Idee zum Buch kam Salten ausgerechnet bei einem Jagdausflug. 1942 brachte dann Walt Disney das Rehkitz auf die große Leinwand und machte es zum Star. Übrigens, Salten gilt auch als Verfasser des erotischen Skandalromans »Josefine Mutzenbacher«. Nur einen Hupfer weiter, in der Colloredogasse 30, wohnte der Maler und Musiker Arik Brauer, der nicht nur Töne, sondern auch Wandgemälde an der Hauswand kunstvoll in Szene setzte. Eine der prachtvollsten Villen in der »Koteesch« ist zweifellos die »Villa Schmutzer« in der Sternwartestraße 62-64. Ferdinand Schmutzer erlangte zu seiner Zeit Berühmtheit durch seine Radierungen und Porträts bekannter Persönlichkeiten der Wiener Gesellschaft, wie Sigmund Freud, Albert Einstein, Kaiser Franz Josef und Karl Lueger. Die Villa diente nicht nur als Wohnsitz, sondern auch als Treffpunkt für Schmutzers Freunde aus der Nachbarschaft, darunter Persönlichkeiten wie Arthur Schnitzler, der in direkter Nähe zur Villa Schmutzer wohnte, sowie Felix Salten. Villa Gessner, Cottage-Sanatorium Wir setzen unseren Weg auf der Sternwartestraße fort, spazieren an der Villa Gessner vorbei und erreichen schließlich die Hausnummer 74, wo das »Cottage-Sanatorium für Nerven- und Stoffwechselkranke« steht. Obwohl das Gebäude imposante Ausmaße von 100 mal 40 Metern und fünf Geschossen aufweist, bot es lediglich Platz für 76 Patientenzimmer. Die übrigen Räume wurden für therapeutische Zwecke sowie als Vergnügungsbereiche genutzt, darunter Rauchzimmer, Bibliothek, Billardzimmer und Musikzimmer. Prominente Patienten waren Sigmund Freud, Adolf Loos, der österreichische Abenteurer Slatin Pascha und Mustafa Kemal Atatürk, der erste Präsident der modernen Türkei. Heute dient das historische Gebäude als Schule und Wohnhaus für russisches diplomatisches Personal. Türkenschanzpark Der Türkenschanzpark in Währing ist für uns so etwas wie der Superstar unter den Parkanlagen Wiens. Diese grüne Oase wurde um 1885 im Stil eines englischen Landschaftsgartens aus dem Boden gestampft und wurde von keinem Geringeren als Kaiser Franz Joseph persönlich im Jahr 1888 eröffnet. Seinen Namen verdankt die Parkanlage dem Umstand, dass sich hier während der beiden Türkenbelagerungen ein Gefechtsstand der Türken befand, von wo sie wunderbar die alte Innenstadt unter Beschuss nehmen konnten. Neben Teichen, Springbrunnen, Ballsport- und Skateanlagen gibt es hier eine ganze Reihe von Denkmälern, als hätte der Park eine eigene Ruhmeshalle. Dichter wie Adalbert Stifter und Arthur Schnitzler blicken auf euch würdig herab und sogar Frauenrechtlerin Auguste Fickert hat im Park ihren Platz gefunden. Wenn das nicht schon genug wäre, steht auf dem höchsten Punkt des Türkenschanzparks die Paulinenwarte. Der Name klingt fast königlich, und das hat auch seinen Grund: Die Warte ist nach Fürstin Pauline von Metternich benannt und ist fallweise an Wochenenden in den Sommermonaten geöffnet. Je nach Lust und Laune könnt ihr weiterlesen

  • BERCHTESGADEN VON OBEN ENTDECKEN

    Königssee, Hintersee oder Kehlstein – die Umgebung von Berchtesgaden hat eine Vielzahl an Naturschönheiten oder interessanten Plätzen zu bieten. Auch in Berchtesgaden selbst gibt es einiges hübsche Orte, die wir Euch auf diesem Rundweg zeigen möchten.

  • BAYERNS SCHÖNSTER WANDERWEG: DURCH DIE WIMBACHKLAMM ZUM WIMBACHSCHLOSS

    Ein weiterer Ausflugstipp in der Nähe von Berchtesgaden ist eine Wanderung durch die Wimbachklamm und weiter zum Wimbachschloss. Das wir die Wimbachklamm durchwandern können, verdanken wir den wagemutigen Ramsauer Holzknechten, die hier erstmals einen Steig anlegten.

  • KÖNIGSSEE – BOOTSFAHRT DURCH EINEN BAYERISCHEN FJORD

    Willkommen zu einer atemberaubenden Reise durch die bayerische Fjordlandschaft des Königssees. Ein wahrer Schatz des Berchtesgadener Landes erwartet euch, und es ist offensichtlich, dass der See ein beliebtes Touristen-Ziel ist. Das erkennt man schon am riesigen Parkplatz am Rande des Ortszentrums. Von dort aus führt euch ein kurzer Spaziergang vorbei an Gasthäusern, Cafés, Sportgeschäften und Souvenir-Shops direkt zur Bootsanlegestelle.

  • HINTERSEE – INBEGRIFF EINES ROMANTISCHEN BERGSEES

    Der Hintersee ist der Inbegriff eines romantischen Bergsees. Von majestätischen, steil aufragenden Gipfeln umgeben, galt das idyllische Kleinod bereits im 19. Jdht als Mekka für Künstler aus ganz Europa. Auf der Suche nach ultimativen Malerlandschaften spazierten so bekannte Maler, wie Carl Rottmann, Ferdinand Waldmüller, Friedrich Gauermann, Carl Spitzweg oder der legendäre Wilhelm Busch mit Pinsel, Farben und Leinwand bewaffnet, entlang des Seeufers.

  • DUNKLE GESCHICHTE: OBERSALZBERG UND KEHLSTEINHAUS

    Dieser Ausflug von Berchtesgaden führt euch zum Obersalzberg und Kehlsteinhaus, zwei Orte, die mit dem dunkelsten Kapitel des 20. Jhdt verbunden sind. Dokumentation Obersalzberg Am Obersalzberg begann eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts. Einst ein idyllisches Bergbauerndorf, entwickelte sich die Gegend in den 1920er Jahren unter Wohlhabenden und Prominenten zu einem touristischen Geheimtipp. Berühmte Persönlichkeiten wie der Erfinder der Kältetechnik, Carl von Linde, oder die angesehene Klavierherstellerfamilie Bechstein verbrachten hier ihre Sommerfrische. Nach seiner Machtergreifung im Jahr 1933 erwarb Hitler ein Landhaus, das er in die repräsentative Residenz »Berghof« umbauen ließ. Um die Sicherheit des Diktators zu gewährleisten, wurde die gesamte Umgebung zum »Führersperrgebiet« erklärt und die ansässige Bevölkerung zwangsumgesiedelt. Diejenigen, die sich weigerten, landeten im KZ Dachau. Ein Treffen mit Hitler auf dem Obersalzberg galt als besondere Ehre für Politiker und Parteimitglieder. Allerdings war dies nicht der Fall für den österreichischen Bundeskanzler Kurt Schuschnigg. Unter der Drohung des Einmarschs deutscher Truppen sah er sich gezwungen, ein Abkommen zu unterzeichnen, welches nur einen Monat später zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich führte. Hitler verstand es meisterhaft, den »Berghof« für medienwirksame Inszenierungen zu nutzen, um sich als volksnaher Politiker, Kinder- und Naturfreund, guter Nachbar und großer Staatsmann zu präsentieren. Doch hinter der idyllischen Fassade des Berghofs traf der Diktator im engsten Kreis seiner Vertrauten weitreichende Entscheidungen über Krieg und Völkermord. Die Dokumentation Obersalzberg bietet Euch die Möglichkeit tief in Geschichte des Obersalzbergs und des Nationalsozialismus einzutauchen. Hier erhaltet ihr einen gut aufbereiteten und umfassenden Einblick in das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude der Dokumentation Obersalzberg liegt in der Nähe von Hitlers Berghof, der kurz vor Kriegsende durch einen alliierten Luftangriff schwer beschädigt und 1952 schließlich dem Erdboden gleichgemacht wurde. Das Kehlsteinhaus »Eagle´s Nest« Majestätisch thront das Kehlsteinhaus wie ein Adlerhorst auf einem Felssporn in 1.834 m Höhe über Berchtesgaden. Im Jahr 1938 errichtet, diente Hitler das Kehlsteinhaus für Repräsentationszwecke, wo er Freunde und Gäste vor einer imposanten Bergkulisse empfangen konnte. Erstaunlicherweise hat das Kehlsteinhaus den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden und ist weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben, während die meisten anderen Gebäude aus der NS-Zeit am Obersalzberg abgerissen wurden. Seit den 1950er Jahren wird das architektonisch einzigartige Gebäude als Berggaststätte genutzt. Bereits die Busfahrt zum Kehlsteinhaus ist spektakulär. Die nach nur 13 Monaten Bauzeit fertiggestellte 6,5 km lange Kehlsteinstraße führt spektakulär entlang von steil abfallenden Felswänden durch fünf Tunnel und überwindet den gewaltigen Höhenunterschied von 800 m mit nur einer einzigen Kehre. Dabei erreicht die Steigung bzw das Gefälle bis zu 24%. Die im Jahr 1938 eröffnete Kehlsteinstraße gilt als Pionierleistung der damaligen Zeit. Hinweis: Die Kehlsteinstraße zum Kehlsteinhaus ist für den Individualverkehr gesperrt und darf nur von öffentlichen Bussen befahren werden, die Unweit vom Parkplatz des Dokumentationszentrums losfahren. Bei der Endstation der Busse führt ein 124 m langer Tunnel zu einem goldglänzenden Aufzug inmitten des Kehlsteins, der bereits die Gäste Hitlers zum »Gipfel der Macht« brachte. Die mit polierten Messingplatten und venezianischen Spiegeln verkleidete Aufzugskabine ist weitgehend original erhalten geblieben, einschließlich Wandtelefon aus Bakelit und mechanischer Uhr. Genau 41 Sekunden benötigt der historische Aufzug, um euch auf die Terrasse des Kehlsteinhauses zu bringen. Von hier oben erwartetet euch ein atemberaubender Panoramaausblick auf die Berchtesgadener Bergwelt – vom Hohen Göll bis Watzmann, Untersberg und Hochkalter. Deutlich ist auch der Königssee zu erkennen. Lasst euch auf keinen Fall das Gipfelkreuz des Kehlsteins entgehen, welches in rund 10 Minuten vom Kehlsteinhaus zu erreichen ist. Bei einem Foto des Gipfelkreuzes besteht die Herausforderung darin, dass nicht gerade 50 andere Touristen gleichzeitig in eure Linse strahlen oder ihre WhatsApp-Nachrichten checken. Bevor es mit dem Linienbus wieder tollkühn die Bergstraße hinuntergeht, könnt ihr euch noch im Kehlsteinhaus stärken und Mut für die Rückfahrt antrinken. WEITERE TIPPS FÜR EINEN KURZURLAUB IM BERCHTESGADENER LAND BERCHTESGADEN VON OBEN ENTDECKENHINTERSEE – INBEGRIFF EINES ROMANTISCHEN BERGSEES KÖNIGSSEE – BOOTSFAHRT DURCH EINEN BAYERISCHEN FJORD BAYERNS SCHÖNSTER WANDERWEG: DURCH DIE WIMBACHKLAMM ZUM WIMBACHSCHLOSS

  • CALW – EIN SPAZIERGANG DURCH DIE GEBURTSSTADT VON HERMANN HESSE

    Calw ist ein geschichtsträchtiges Fachwerkstädtle im Schwarzwald. Hier könnt ihr ein bedeutendes Kloster entdecken und auf den Spuren des weltbekannten Schriftstellers Hermann Hesse wandeln.

  • BODENSEE-NORDUFER: UNSERE 6 PERSÖNLICHEN LIEBLINGSORTE

    Auf an den Bodensee! Wir bewundern die barocke Wallfahrtskirche Birnau, überzeugen uns von der Schönheit des Klosters Salem, unternehmen eine Reise in die Bronzezeit in Unteruhldingen, besuchen die Städte Meersburg und Überlingen und spazieren durch die Weinberge in Hagnau.

  • SCHWARZWALD: DIE KLÖSTER MAULBRONN, HIRSAU UND ALPIRSBACH

    Diese wunderschöne Zwei-Tagestour durch den Schwarzwald führt euch mit dem Auto vom Kloster Maulbronn über die Klosterruine Hirsau zum Kloster Alpirsbach im Kitzingtal.

  • GENGENBACH – EIN SPAZIERGANG DURCH DIE »PERLE DES SCHWARZWALDS«

    Gengenbach mit seinen romantischen Gässchen und den drei Stadttürmen zählt sicherlich zu den schönsten Städten von Baden-Württemberg. Ein Städtle-Spaziergang zu den schönsten Ecken und Winkel der Stadt und ein Ausflugtipp zum Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach.

  • LIECHTENSTEIN RADROUTE ZWISCHEN MIKULOV, LEDNICE UND VALTICE

    Die Liechtenstein Radroute zählt zu den schönsten Radtouren zwischen Mikulov, Lednice und Valtice. Sie führt Euch zu den schönsten Plätzen im österreichisch-mährischen Grenzgebiet.

  • VON RETZ NACH ZNAIM AM »WEIN UND KULTUR RADWEG«

    Der »Wein und Kultur Radweg« verbindet die beiden Schwesternstädte Retz und Znaim. Bei dieser Tour zeigen wir euch interessante historische Kleinode und atemberaubende Aussichtspunkte von wo Ihr die Schönheit der hügeligen Weinberge und Heidelandschaften genießen könnt.

  • 5 AUSFLÜGE RUND UM WISMAR – KÜHLUNGSBORN, BAD DOBERAN, INSEL POEL, WARNEMÜNDE

    Ihr wollt das Umland von Wismar besser kennen lernen? Dann empfehlen wir Euch die Ausflüge nach Kühlungsborn, Bad Doberan, Warnemünde und die Insel Poel.

  • LANDSHUT – EINE STADT, WIE AUS DEM MITTELALTER

    Die alte bayrische Herzogstadt Landshut bietet Ihren Besuchern eine wahre Flut an wunderhübschen Bürgerhäusern aus der Gotik und Renaissance.

  • WISMAR UND SEINE SEHENSWÜRDIGKEITEN AN EINEM TAG ZU FUSS ERKUNDEN

    Ihr erfahrt in diesem Beitrag die perfekte Route für einen Stadtspaziergang, entdeckt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Wismar und gönnt Euch zum Abschluss ein Fischbrötchen im Alten Hafen.

  • USEDOMER SCHWEIZ – AUF DEN SPUREN DES MALERS LYONEL FEININGER

    Dieser Beitrag entführt Euch in die Usedomer Schweiz. Entdeckt gemeinsam mit dem Maler Lyonel Feininger idyllische Dörfer mit kleinen feinen Sehenswürdigkeiten. Wie der Name Usedomer Schweiz entstand Einst trafen sich findige Touristiker und diskutierten, wie sie Usedoms Hinterland besser vermarkten könnten. Denn »Achterland«, wie die Region hinter den drei Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck heißt, klingt zwar recht nett, aber nicht besonders sexy. Nach endlosen Brainstormings fiel endlich der Groschen! Nennen wir doch die hügelige Gegend mit Wäldern, Wiesen und sieben Seen einfach »Usedomer Schweiz«. Der Einwand, dass es keinen 4.000er hier zu besteigen gibt, wurde rasch verworfen, denn immerhin kann man mit dem Kückelsberg aufwarten, der sage und schreibe 56 Meter misst. Eine nette Geschichte, aber ich gebe zu, diese ist frei erfunden! Die Radtouren des Malers Lyonel Feininger Wenn in den Kaiserbädern zu viel Trubel herrscht, dann bietet sich eine Tour in das ruhigere Inselinnere von Usedom an. Die Ruhe und Schönheit dieser Gegend schätzte auch der deutsch-amerikanischen Maler Lyonel Feininger, der viele seiner Urlaube auf Usedom verbrachte. Zu seinen Lieblingsmotiven zählte die St-Petri-Kirche in der kleinen Gemeinde Benz, deren Geschichte bis in die erste Hälfte des 15. Jhdt zurückreicht. Geboren 1871 als Sohn deutscher Eltern in New York, kam Feininger mit 16 Jahren zurück nach Deutschland und besuchte die »Königlichen Akademie der Künste« in Berlin. Zuerst als freier Illustrator für verschiedene Zeitschriften tätig, widmete sich Feininger am Beginn des 20. Jhdt immer mehr der Malerei. Benz, das Zentrum der Usedomer Schweiz Im Jahr 1908 besucht Lyonel Feininger erstmals die Insel Usedom. Von Heringsdorf aus unternahm Feininger unzählige Radausflüge in die Usedomer Schweiz, wo er Landschaften und Gebäude skizzierte. Mit seinem für die damaligen Verhältnisse hypermodernen Fahrrad mit Luftreifen erregte er bei den Einheimischen überall Aufsehen. In Benz verewigte er nicht nur die St-Petri-Kirche auf Papier, sondern auch die Holländermühle auf dem Berg oberhalb des Ortes, die im Jahre 1830 erbaut wurde. Von diesem wahrlich schönen Plätzchen habt ihr einen schönen Ausblick auf die Landschaft und den Schmollensee. Ein Jahr nach seinem ersten Aufenthalt auf Usedom wird er Mitglied der Berliner Secession, die sich dem Impressionismus verschrieben hatte. Im Jahr 1919 gründet Feininger gemeinsam mit Walter Gropius das Bauhaus in Weimar und gehört mit seinen Arbeiten schon bald zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne. 1937 muss Feininger in die USA zurückkehren, da seine Bilder im Nazi-Deutschland als »entartete Kunst« gelten. Der Maler stirbt 1956 in New York. Lyonel Feininger in Neppermin Auf der Suche nach geeigneten Motiven führten Feininger seine Radtouren auch in die kleine Ortschaft Neppermin, die erstmals im Jahr 1254 urkundlich erwähnt wurde. Der Ortsname geht auf die erste Besiedelung der Insel durch Slawen zurück und bedeutet so viel wie »der Ort an einem stehenden Gewässer«, was sich auf die Lage am Achterwasser bezieht. Feininger gab den Ort die liebevollen Spitznamen »Nevermind« und »Peppermint«. Die Bockwindmühle von Pudagla Am Weg zwischen Pudagla und Neppermin fertigte Feininger Skizzen von der Bockwindmühle in Pudagla an. Sie gilt als letzte noch im Originalzustand erhaltene Bockwindmühle auf Usedom. Das Merkmal einer Bockwindmühle ist, dass das gesamte Mühlenhaus auf einem senkrechten dicken Pfahl – dem »Bock« – steht. Die Geschichte der Mühle geht bis in das Jahr 1779 zurück und sie war bis 1937 in Betrieb. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten ist heute ein kleines Museum in der Mühle eingerichtet. Mellethin – Der Mittelpunkt von Usedom So manche Radtour führte Feininger auch in das Gutsdorf Mellethin mit einer hübschen mittelalterlichen Backsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert. Das Wort »Mellenthin« kommt aus dem slawischen und bedeutet »Mittelpunkt«. Und wie der Zufall will, steht genau dort, wo sich der Mittelpunkt der Insel Usedom befinden soll, das Wasserschloss Mellenthin. Das Renaissance-Schloss Mellethin ist das einzige Wasserschloss auf Usedom. Errichtet um 1575 wurde das Schloss zu DDR-Zeiten für Wohnzwecke, als Kindergarten und als Gaststätte genutzt. Nach der Wende wurde das Wasserschloss im Jahr 2001 aufwendig renoviert und zu einem beliebten gastronomischen Ausflugziel umgebaut. Unserer Meinung nach kann, aber man muss es nicht zwingend besuchen, denn das Schloss ist ein magischer Anziehungspunkt für alle Reisebusse und – jetzt wird es böse – »Rollatoren-Touren« . Die »Lyonel-Feininger-Tour« Alle diese Motive könnt ihr im Rahmen der »Lyonel Feininger Radtour« besuchen. Plaketten im Boden markieren alle seinen Wirkungsstätten. Natürlich ist diese Tour auch mit dem Auto möglich. Weitere Infos findet ihr auf der Seite usedom.de NOCH MEHR FOTOS ZUR INSPIRATION?Wir hoffen, dass wir Euch zu einer Rundreise in die Usedomer Schweiz inspirieren konnten. Noch mehr Fotos von der Insel Usedom findet Ihr im Fotoalbum unter: USEDOMER SCHWEIZ – AUF DEN SPUREN DES MALERS LYONEL FEININGER

  • WANDERN USEDOM – DIE KAISERBÄDER BANSIN, HERINGSDORF, AHLBECK UND SWINEMÜNDE

    Usedom! Prachtvolle Bäderarchitektur, die berühmte Seebrücke von Ahlbeck und endlose Sandstrände werdet ihr auf dieser Wander- oder Radtour entlang der längsten Strandpromenade Deutschlands entdecken. Unsere 12 km lange Tour beginnt im Kaiserbad Bansin und führt über Heringsdorf und Ahlbeck in das polnische Swinemünde. Ausgangspunkt ist die Seebrücke in Bansin. Kaiserbad Bansin Das Seebad Bansin wurde 1897 eigens zu Zwecken des Badebetriebes »aus dem Boden« gestampft. Grund für die Gründung war das in Deutschland in Mode kommende Baden im Meer, für die der endlose Sandstrand beste Voraussetzungen bot. Doch um die Jahrhundertwende konnte man nicht einfach in die Fluten der Ostsee hüpfen, da Sitte und Anstand besonders großgeschrieben wurden. Davon zeugen noch heute die an der Promenade stehenden nachgebauten Badekarren. In dieser hölzernen Umkleidekabine auf vier Rädern zogen sich die Badegäste, geschützt vor den neugierigen Blicken Anderer, ihr Badetrikot an. Anschließend schleppte ein Pferd den Badekarren ins Wasser. Nur so konnten die Badewilligen sittlich unbedenklich im Meer baden, da der Badekarren gleichzeitig als Sichtschutz diente. Denn es galt als moralisch verwerflich, wenn Frauen und Männer in Sichtweite zueinander im Wasser planschten, auch wenn die damalige Bademode viel mehr verhüllte als heute. Bansin hatte sich jedoch in den Anfangsjahren seines Bestehens einen antisemitischen Ruf eingehandelt. Man vermarktete sich gerne »als deutsches Seebad mit ausschließlich christlichen Häusern und frei von Juden«. Damit wollten sich die Bansiner von Heringsdorf abgrenzen, wo das jüdische Großbürgertum herzlich willkommen war und auch in koscheren Restaurants dinieren konnte. Genug der Einführung. Starten wir los. Im Gegensatz zu ihren Pendants in Heringsdorf und Ahlbeck ist die 285 Meter lange Seebrücke in Bansin puristisch einfach gestaltet und weist kein Land- oder Brückengebäude auf. Trotzdem ist sie bei jedem Wetter als Flaniermeile bei den Touristen beliebt. In unserem persönlichen Ranking der schönsten Seebrücken auf unserer Tour belegt sie Platz 2. Die Bäderarchitektur in den Kaiserbädern von Usedom Das Sehenswerte bei unserer Wanderung entlang der Strandpromenade von Bansin nach Heringsdorf und Ahlbeck sind die vielen prachtvollen Bädervillen. Die Bäderarchitektur vereint Elemente des Klassizismus, Historismus und Jugendstils: Säulen schmücken das Eingangstor, Loggien mit großen Fenstern oder Holzveranden lockern die Hausfassade auf. Ein gemütlicher Erker und ein kleines Türmchen dürfen meist auch nicht fehlen. Als im 19. Jhdt das Baden im Meer in Mode kam, entdeckten Adelige und die Berliner Hautevolee Usedom als idealen Ort für ihre Sommerfrische und ließen sich standesgemäße Villa als Sommerresidenz errichten. Nur wenige Jahre später galt die Insel Usedom bereits als »Berlins Badewanne«. Usedom hat sich in den Jahren nach der Wende zu einem touristischen Hotspot entwickelt und viele der denkmalgeschützten Bädervillen wurden in Hotels und Ferienwohnungen umgebaut. Traurig, aber wahr: Schon einige der alten Villen wurden das Opfer der Spitzhacke und durch charmebefreite Neubauten mit dutzenden Ferienwohnungen ersetzt. Die Künstler in den Kaiserbädern Auch viele Künstler zog es in die Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Darunter Thomas Mann, Leo Tolstoi, Theodor Fontane, Kurt Tucholsky oder den Wiener Walzerkönig Johann Strauß. Sie alle flanierten entlang der Strandpromenade, lauschten den kreischenden Möwen und atmeten die würzige Seeluft ein. Wir verlassen nun kurz die Strandpromenade und suchen die Maxim-Gorki-Straße Nr 13 auf, die parallel zur Strandpromenade verläuft. Hier steht die Villa Irmgard, wo sich im Jahr 1922 der russische Schriftsteller Maxim Gorki von seiner Tuberkuloseerkrankung erholte. Ein Gerücht besagt, dass Lenin den Schriftsteller persönlich zur Kur geschickt hatte, um ihn wegen ideologischer Auseinandersetzungen auf elegante Art loszuwerden. Im Gästebuch des Hauses verewigte sich Gorki mit dem Satz »Und dennoch und trotz alledem werden die Menschen eines Tages wie Brüder leben«. In der Villa Irmgard befindet sich ein kleines Museum, wo ihr die Wohn- und Arbeitsräume des Schriftstellers besichtigen könnt. Kaiserbad Heringsdorf Wieder zurück auf der Strandpromenade erreichen wir schon bald das Kaiserbad Heringsdorf, das in der Kaiserzeit zum »Nizza des Ostens« avancierte. Bis in das Jahr 1820 war Heringsdorf ein kleines namenloses Fischerdorf. Einer Legende nach verdankt der Ort seinen Namen dem Kronprinzen und späteren Preußen-König Friedrich Wilhelm IV, der mit seinen Brüdern und seinem Vater eine Rundreise durch Pommern machte. Auf Einladung des Gutsbesitzers Georg Bernhard von Bülow reisten sie auch nach Usedom. Als man das namenlose Fischerdorf besichtigte, bat man den Kronprinzen untertänigst dem kleinen Nest einen Namen zu geben. Inspiriert vom Salzen und Weiterverarbeiten der fangfischen Heringe am Strand fiel Friedrich Wilhelm spontan der Name »Heringsdorf« ein. Das kleine Fischerdorf entwickelte sich jedoch ab dem Jahre 1825 rasant zu einem mondänen Seebad, wo sich die Mitglieder des Kaiserhauses, Großindustrielle und das »Who-is-Who« der Berliner High Society ein Stelldichein gaben. Die Herren flanierten im Anzug und mit Gehstock entlang der Strandpromenade und knüpften gewinnbringende Geschäftskontakte oder diskutierten die wirtschaftlichen Auswirkungen des Russisch-Osmanische Krieges. Damen in weißen Sommerkleidern und dem obligatorischen Sonnenschirm fädelten standesgemäße Partien ihrer Kinder ein oder erfuhren den neuesten Klatsch und Tratsch aus Berlin. Zum gesellschaftlichen Zentrum von Heringsdorf zählte zur Kaiserzeit die Villa Staudt, wo Kaiser Wilhelm II regelmäßig mit Elisabeth Staudt auf der Terrasse Tee trank, wenn er auf Usedom weilte. Der Kaiser schätze die Treffen mit der Gastgeberin, da Elisabeth, nicht nur eine Augenweide war, sondern auch als intelligent, charmant und witzig galt. Im Garten der Villa erinnert eine Statue an den Großvater von Wilhelm II, der 1820 erstmals Heringsdorf gemeinsam mit seinem Bruder, König Friedrich Wilhelm IV besuchte. Sehenswert auf unserer Tour sind auch die Villa Oechsler und die Villa Oppenheim, wo einst der Maler Lyonel Feininger wohnte, der mit seinen Arbeiten am Bauhaus zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne zählt. Betrachten wir nun die Seebrücke von Heringsdorf. Sie ist mit 508 Metern die längste Seebrücke Deutschlands. 1995 eröffnet, beherbergt sie im Landgebäude eine Reihe von Geschäften, Lokalen und mehrere Appartements. Die alte Kaiser-Wilhelm-Brücke, die einst Lyonel Feininger malte, wurde in den 1950er Jahren ein Raub der Flammen. Über Architektur könnte man ja bekanntlich nächtelang diskutieren, doch einen Schönheitspreis gewinnt diese Brücke unseres Erachtens nicht. In einem Zeitungsartikel wurde sie mit ihrer windabweisenden Plexiglaszwischenwand und den vielen allzu hellen Lichtern treffenderweise mit einer überdimensionierten Straßenbahnhaltestelle verglichen. In unserem persönlichen Ranking der schönsten Seebrücken auf unserer Tour belegt sie den 3. und weiterlesen

  • NAUMBURG UND SEINE SEHENSWÜRDIGKEITEN AN EINEM TAG ZU FUSS ENTDECKEN

    Ob Naumburger Dom oder ein Spaziergang an der Saale – Ihr erfahrt in diesem Beitrag die perfekte Route für einen Stadtspaziergang durch das malerischen Naumburg, sowie zwei Ausflugtipps in die nähere Umgebung. Ein bisschen Geschichte … Die Stadt Naumburg blickt auf eine mehr als 1.000-jährige Geschichte zurück, deren Namen auf die neu errichtete Burg »Nuwenburg« der Markgrafen von Meißen zurückgeht. Bereits 1028 wurde Naumburg Bischofssitz und der Bau eines Doms begonnen. Durch die Verleihung des Marktrechts fünf Jahre später und der Lage an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstraßen, entwickelte sich Naumburg schon bald zu einem wichtigen Handelsplatz. Vom einstigen Reichtum der Stadt zeugen heute noch viele Bürgerhäuser rund um den Marktplatz. Kurioses Detail: Sowohl der Bereich rund um den Dom als auch die Händler- und Bürgerstadt waren über mehrere Jahrhunderte jeweils von einer eigenen Stadtmauer umgeben. Naumburger Dom Unseren Spaziergang durch Naumburg beginnen wir beim bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Schon von weitem sind die vier mächtigen Türme des Naumburger Doms zu sehen. Der Naumburger Dom, dessen Baugeschichte bis in das Jahr 1028 zurückreicht, zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Meisterwerk spätromanischer und frühgotischer Architekturgeschichte solltet ihr bei einem Besuch in Naumburg auf keinen Fall versäumen. Die Geschichte des Doms ist eng mit dem Namen »Uta« verbunden. Uta ist eine der zwölf lebensgroßen Stifterfiguren im Naumburger Dom, die um 1250 von einem unbekannten Bildhauer geschaffen wurden und deren Besonderheit in ihrer detailverliebten Darstellung liegt. Der Schriftsteller Umberto Ecco bezeichnete Uta in seiner »Geschichte der Schönheit«“ als die »schönste Frau des Mittelalters« und träumte von einem romantischen Abend mit ihr. Anmutig, vornehm und selbstbewusst, steht die kühle Schönheit im Westchor des Doms und lässt sich von den zahlreichen Besuchern des Gotteshauses bewundern. »Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land?« Dies fragt einst die böse Königin im Walt Disney Zeichentrickfilmklassiker »Schneewittchen und die sieben Zwerge« ihren Spiegel. Und was hat die Widersacherin von Schneewittchen mit Uta zu tun? Wenn ihr Euch das Gesicht von Uta genau anseht werdet ihr bemerken, dass sie der bösen Königin ihr Gesicht lieh. West- und Ostchor sind durch zwei mittelalterliche Lettner vom Kirchenschiff getrennt. Besonders beeindruckend ist der Westlettner mit acht farbigen Reliefs, welche die Leidensgeschichte Christi darstellen. Im Ostchor befindet sich der Hauptaltar und ein unscheinbares Kapitell mit zwei schachspielenden Affen. Der Legende nach stritten zwei Domherren, ob Martin Luthers Lehren auch im Naumburger Dom Einzug halten werden. Worauf der eine Geistliche meinte, dass eher seine beiden Äffchen daheim das Schachspiel erlernen würden. Was für ein gewaltiger Irrtum! 1542 fanden Luthers Lehren ihren Weg auch nach Naumburg und die Äffchen wurden in Stein gehauen im Dom verewigt. Zum Abschluss der Besichtigung des Naumburger Doms empfehlen wir Euch auch den Kreuzgang des Gotteshauses zu besichtigen, der zum Domschatzgewölbe führt. Die Bürgerstadt von Naumburg Wir verlassen nun das UNESCO-Weltkulturerbe und spazieren durch die Herrengasse Richtung Marktplatz, der von Häusern aus der Zeit der Renaissance und des Barocks gesäumt wird. Sie alle wurden nach dem großen Stadtbrand von 1517 errichtet. Nehmt Euch Zeit und bewundert die vielen kleinen Details, die ihr bei genauem Hinsehen entdecken könnt. So weist ein Wappenstein mit einem Lorbeerbaum am Erker einer Apotheke auf den Namen des ehemaligen Apothekers hin. Oder werft einen Blick auf das Stadtmuseum »Hohe Lilie« mit seinem spätgotischen Staffelgiebel. Sicherlich werden Euch auch die mehrgeschossigen Dachaufbauten aufgefallen sein, die im Mittelalter den Kaufleuten als Warenlager dienten. Sie erinnern an jene Zeit, als Naumburg eine wichtige Handelsmetropole an der Handelsstraße Via Regia war, die West- und Osteuropa verband. Charakteristisch für Naumburg sind auch die übergroßen Zwerchgiebel, die mehrere Bürgerhäuser und das Rathaus zieren. Dominiert wird der Marktplatz von der spätgotischen Wenzelskirche, deren Turm nicht nur als Glockenturm, sondern auch als Wachturm diente. Hier versah der »Hausmann«, wie der Türmer in Naumburg genannt wurde, seinen Dienst. Der Türmer sollte Alarm schlagen, wenn sich Feinde der Stadt näherten oder Häuser in Flammen standen. Doch oft wurden Brände nicht rechtzeitig bemerkt, weil der Türmer seinen Rausch vom Vortag ausschlief. Was mit jenem Türmer geschah, der den großen Stadtbrand von 1517 nicht rechtzeitig meldete, der ganz Naumburg in Schutt und Asche legte, darüber schweigt die Stadtchronik. Hauptattraktion der Wenzelskirche ist die prachtvolle Hildebrandt-Orgel, die elegant unter der Kirchendecke thront. Sie gilt heute als die einzige erhaltene Orgel, die Johann Sebastian Bach maßgeblich mitkonzipierte und persönlich einweihte. Ein wenig versteckt hinter der Wenzelskirche führt ein Torbogen in die enge Jüdengasse, wo sich im Mittelalter das jüdische Viertel von Naumburg befand. Viele Juden übten zur damaligen Zeit die Tätigkeit als Geldverleiher aus. Als sich jedoch die Stadträte, über die angeblich hohen Wucherzinsen der jüdischen Geldverleiher und deren rücksichtslose Eintreibung beschwert hatten, wurde die jüdische Bevölkerung 1494 aus Naumburg ausgewiesen. Wir gehen weiter durch die Jakobsstraße zum Holzmarkt, wo uns ein besonders schöner Renaissancebau mit einem Erker ins Auge fällt. Hier befand sich einst der Gasthof »Zum Güldenen Harnisch«. Zu den berühmtesten Gästen des Hauses zählte Frankreichs Kaiser Napoleon und der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe. Napoleon war unterwegs zur nächsten Schlacht, Goethe hingegen traf eine Muse zum Tête-à-tête. Doch das ist geschichtlich nicht belegt und geht auf die Phantasie des Autors dieses Beitrages zurück. Der Holzmarkt diente einst als Holzstapel- und Trockenplatz des auf der Saale geflößten Holzes aus Thüringen. Wenn Ihr über den Platz schlendert, entdeckt ihr gleich das Denkmal für Friedrich Nietzsche, der auf einen Stuhl mit einem Buch sitzt und zu einem Mädchen blickt. Hat der Philosoph mit dem Riesen-Schnauzbart das Mädchen mit der Aussage »Das Weib war der zweite Fehlgriff Gottes« gerade geschockt? Oder zitierte er aus seinem Werk »Also sprach Zarathustra« den Satz »Wenn Du zu Frauen gehst, vergiss die Peitsche nicht!«? Man weiß es nicht. Bekannt ist jedoch, dass der Philosoph nicht nur seine Kindheit in Naumburg, sondern auch einen Großteil seiner letzten Lebensjahre verbrachte. Das Haus seiner Mutter mit der Adresse »Im Weingarten 18« ist nur ein paar Gehminuten vom Holzmarkt entfernt. Ab seinem 45. Lebensjahr litt Nietzsche unter einer schweren psychischen Krankheit., die ihn zum Pflegefall machte. Seine Mutter holte ihn nach Naumburg, wo sie bis weiterlesen

  • ALGARVE – AUF DEN SPUREN DER KRIMIREIHE “LOST IN FUSETA”

    UPDATE: April 2023. Die Krimi-Reihe “Lost in Fuseta” von Gil Ribeiro hat uns wahrlich begeistert – von der Handlung, über die Figuren bis zur Schilderung der portugiesischen Lebensweise. Daher machten wir uns auf den Weg, jene Orte an der Ostalgarve zu besuchen, die in den bisher fünf Bänden erwähnt werden.

  • LIECHTENSTEINRADWEG – VON VALTICE NACH LEDNICE

    Der Liechtensteinradweg führt von Schrattenberg zu den prachtvollen Schlössern in Valtice und Lednice, die einst den Fürsten von Liechtenstein gehörten. Eine fürstliche Radtour durch das österreichisch-mährische Grenzgebiet (inkl update 2023).

  • BAD RADKERSBURG UND DIE BESTEN AUSFLUGSZIELE IM VULKANLAND

    Bad Radkersburg ist die südöstlichste Stadt der Steiermark und ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung des Vulkanlands und der Thermenregion.

  • DIE TOP 10 HIGHLIGHTS FÜR EINEN DREITÄGIGEN STÄDTETRIP NACH VENEDIG

    Alle Städte sind gleich, nur Venedig ist ein bisserl anders, schrieb schon der Schriftsteller Friedrich Torberg. Dieser Stadtrundgang durch Venedig führt Euch auf den Spuren berühmter Schriftsteller zu den 10 schönsten Sehenswürdigkeiten der Lagunenstadt. Diese sind leicht bei einer dreitägigen Städtereise nach Venedig zu erkunden.

  • VENEDIG AUF DEN SPUREN VON GIACOMO CASANOVA ENTDECKEN

    Die Sehenswürdigkeiten von Venedig auf den Spuren von Giacomo Casanova entdecken. Taucht ein in das Labyrinth verschwiegener Kanäle und enger Gassen. Entdeckt prachtvolle Palazzi und Kirchen. Alles was ihr für unsere Casanova-Tour benötigt ist ein wenig Zeit und bequeme Schuhe.

  • RADWEG HALLO NACHBAR – VON LAA AN DER THAYA NACH MIKULOV

    Die prächtige Altstadt von Mikulov und die Kellergasse am Galgenberg prägen die Radrundtour »Hallo Nachbar, Ahoj sousede«, die in Laa/Thaya startet. Dieser schöne und grenzüberschreitende Radweg verläuft meist flach entlang des ehemaligen »Eisernen Vorhangs«, der einst Europa in Ost und West teilte. Eine Radtour mit viel Natur und Zeitgeschichte.

  • EIN STADTSPAZIERGANG DURCH DAS MITTELALTERLICHE MIKULOV IN MÄHREN

    Mikulov – so nah und doch unbekannt! Nur eine knappe Autostunde von Wien entfernt, liegt dieses reizende mittelalterliche Städtchen gleich nach der österreichisch-mährischen Grenze.

  • FRANKEN – EIN KURZER SPAZIERGANG DURCH DIE ALTSTADT VON COBURG

    Auf unserer Tour durch Franken haben wir auch einen Zwischenstopp in Coburg gemacht. Erfahrt in diesem Beitrag, welche Sehenswürdigkeiten Ihr bei einem kurzen Stadtspaziergang auf keinen Fall versäumen solltet. Dazu gibt es Anekdoten über das Bratwurstmännle, Johann Strauss, und den »Gurken-Alex«.

  • FRANKEN – DIE SIEBEN SCHÖNSTEN AUSFLÜGE RUND UM BAMBERG

    Gössweinstein, Bayreuth, Coburg oder in die »Fränkische Schweiz« – Die Stadt Bamberg eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für zahlreiche Tagestouren in das nordöstliche Franken. Wir haben für Euch unsere persönlichen Highlights rund um Bamberg in diesem Beitrag zusammengefasst.

  • AUSFLÜGE RUND UM LISSABON – DAS KÖNIGSSCHLOSS VON QUELUZ

    Das Königsschloss von Queluz gilt als eine der größten und schönsten Rokoko-Schlossanlagen Europas. “Que luz! – Welch ein Licht!”, soll Königin Dona Maria I begeistert ausgerufen haben, als sie erstmals durch den Palast spazierte. So prächtig der Palast auch ist, dem portugiesischen Königshaus brachte er kein Glück. 

  • 10 STÄDTE, DIE MAN IN PORTUGAL BESUCHEN SOLLTE

    Portugal hat viele historische Städte und idyllische Dörfer mit zahlreichen Kulturjuwelen zu bieten. Doch welche davon solltet Ihr im Rahmen einer Portugalrundreise besichtigen? Wir haben die für uns zehn schönsten und interessantesten Orte in diesem Beitrag zusammengefasst. Lissabon und Porto fehlen bewusst in dieser “Must-See”-Liste, da man diese beiden Städte auf keinen Fall bei einer Portugalrundreise links liegen lassen sollte.

  • STADTSPAZIERGANG BERLIN – AUF DEN SPUREN DER BERLINER MAUER

    28 Jahre, 2 Monate und 28 Tage teilte die Berliner Mauer die Stadt in einen Ost- und Westsektor. Nach dem Mauerfall 1989 verschwand sie fast völlig aus dem Stadtbild. Die wenigen Reste zählen heute zu den beliebtesten Touristenattraktionen. Dieser Stadtspaziergang führt Euch zu vier Orten, die an die Mauer und ihre Opfer erinnern.

  • BAMBERG UND SEINE SEHENSWÜRDIGKEITEN AN EINEM TAG ZU FUSS ENTDECKEN

    Ihr erfahrt in diesem Beitrag die perfekte Route für einen Stadtspaziergang durch Bamberg, lernt Bamberger Geheimnisse kennen und erfahrt zahlreiche Anekdoten über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

  • VON LITSCHAU NACH TŘEBOŇ – DURCH DAS LAND DER 100 TEICHE

    Auf nach Böhmisch-Kanada! Unter diesem Motto steht die gemütliche Radtour von Litschau in die Renaissance-Stadt Třeboň. Dichte Wälder und unzählige Teiche prägen diesen Ausflug über die Grenze. Ein Natur- und Kulturerlebnis der besonderen Art.

  • ALDEIAS HISTÓRICAS – DIE ZWÖLF HISTORISCHEN DÖRFER PORTUGALS

    Sortelha, Monsanto oder Belmonte. Kaum jemand kennt diese Flecken auf der Landkarte. In der portugiesischen Geschichte spielten die Aldeias Históricas eine bedeutende Rolle. Auf unseren Reisen durch Portugal haben wir einige dieser “Historischen Dörfer” besucht, die bis dato von den großen Touristenmassen und Selfie-Jüngern verschont geblieben sind.

  • CACELA VELHA – DAS SCHÖNSTE DORF AN DER OSTALGARVE

    Das auf einer Felsklippe liegende pittoreske Cacela Velha ist für uns das romantischste Dorf an der Algarve im Süden Portugals.  Zusätzlich punktet das Dorf mit dem schönsten Ausblick auf die unter Naturschutz stehende Lagune Ria Formosa.

  • FAHRRADTOUR VON CASCAIS ZUM STRAND VON GUINCHO

    Die Radtour von Cascais zum Strand von Guincho ist wahrlich keine sehr lange Fahrradtour. Jedoch führt der Radweg vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Cascais, an prachtvollen Villen und einer sehenswerten Felsküste. Cascais kann auch leicht im Rahmen eines Tagesausfluges von Lissabon besucht werden.

  • VOM ZAUBERWALD BUÇACO NACH AVEIRO, DEM VENEDIG PORTUGALS

    Der Wald von Buçaco scheint aus einem Märchen der Gebrüder Grimm entsprungen zu sein. Es fehlen nur mehr Hänsel und Gretl. Vielleicht entdeckt Ihr die kleinen Ausreißer in Aveiro, dem “Venedig Portugals”. Der Vergleich mit der italienischen Lagunenstadt hinkt jedoch gewaltig.

  • DIE TOP 6 SEHENSWÜRDIGKEITEN IN THÜRINGEN – VON WEIMAR BIS ZUR WARTBURG

    Weimar, Wartburg oder Schmalkalden – Wollt Ihr wissen, welche Orte und Sehenswürdigkeiten in Thüringen sehenswert sind? Oder wo sich der Mittelpunkt Deutschlands befindet? Wir haben für Euch unsere persönlichen Highlights von Thüringen in diesem Beitrag zusammengefasst.

  • WEIMAR UND SEINE SEHENSWÜRDIGKEITEN AN EINEM TAG ZU FUSS ENTDECKEN

    Ihr erfahrt in diesem Beitrag die perfekte Route für einen Stadtspaziergang, entdeckt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Weimars und hört Anekdoten über Goethe, Schiller, sowie weitere Protagonisten der Weimarer Klassik.

  • POTSDAM – EIN AUSFLUG IN DEN PARK VON SCHLOSS SANSSOUCI

    Raus aus Berlin, Zeit für einen Ausflug ins Grüne. Ich bin am Weg nach Potsdam. Mein Ziel ist Schloss Sanssouci, das preußische Versaille von Friedrich dem Großen.

  • VON MAFRA BIS ZUM ENDE EUROPAS AM CABO DA ROCA

    Unternehmt mit uns einen Tagesausflug in der näheren Umgebung von Lissabon. Entdeckt mit uns den monumentalen Königspalast in Mafra, der überraschenderweise nicht zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Anschließend geht es zum westlichsten Ende von Europa und nach Cascias zur Eisverkostung.

  • TAVIRA – DAS CHARMANTE STÄDTCHEN AN DER ÖSTLICHEN ALGARVE

    Begebt Euch mit uns auf eine Entdeckungstour durch das charmante Städtchen Tavira und unternehmt anschließend eine Strandwanderung auf der vorgelagerten Insel “Ilha de Tavira”.

  • LISSABON IN 2 TAGEN ENTDECKEN

    Lissabon in zwei Tagen entdecken! Begebt Euch mit uns auf einen Stadtspaziergang durch Lissabon. Wir zeigen Euch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die ihr beim Besuch der portugiesischen Hauptstadt auf keinen Fall versäumen solltet.

  • PORTUGAL – DIE SAGENUMWOBENE TEMPLERBURG VON ALMOUROL

    Auf der Suche nach einem Ausflug von Tomar, sind wir auf die Burg von Almourol gestoßen. Diese gilt als schönste Ritterburg Portugals.

  • BERLIN UND SEINE SEHENSWÜRDIGKEITEN AN EINEM TAG ZU FUSS ENTDECKEN

    Vom Alexander Platz bis zum Reichstagsgebäude – ich habe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins an einem Tag zur Fuß erkundet. Welche Route ich dabei gegangen bin und welche Sehenswürdigkeiten ihr auf keinen Fall versäumen solltet, findet ihr in diesem Beitrag.

  • BRATISLAVA VON OBEN – DIE 4 SCHÖNSTEN AUSSICHTSPUNKTE FÜR FOTOGRAFEN

    Bei Städtereisen suche ich gerne interessante Aussichtspunkte zum Fotografieren auf. Der Blick über die Dächer einer Stadt ist in vielen Fällen einzigartig. Hier meine Top 4 Aussichtspunkte für Bratislava.

  • BRATISLAVA- DAS SEHENSWERTE DANUBIANA MEULENSTEEN ART MUSEUM

    Trotz zahlreicher Reiseblogs und sozialer Medien gibt es auf dieser Welt tatsächlich noch einige unbekannte oder weniger bekannte Orte auf dieser Welt. Manche entdeckt man nur durch Zufall.

  • BRATISLAVA – BAROCKFASSADEN, SKURRILE STATUEN UND EIN UFO

    Bei unserem letzten Besuch Ende der 90er Jahre glich die Hauptstadt der Slowakei noch einem ziemlich hässlichen Entlein. Doch Bratislava hat sich mittlerweile zu einem kleinen prächtigen Schwan entwickelt.

  • GAFFER, SPÖTTER UND DER SCHÖNE NÁCI – DIE 5 SKURRILSTEN SKULPTUREN BRATISLAVAS

    In Bratislava findet man eine Vielzahl an skurrilen Skulpturen, die beim Betrachter für Erheiterung sorgen. Für Fotografen sind diese Kunstwerke beliebte Fotomotive.

  • MONSARAZ – DAS WEISSE DORF AN DER SPANISCHEN GRENZE

    Zu den sehenswerten Orten im Alentejo zählt das an der spanischen Grenze liegende Bergstädtchen Monsaraz. Vollständig von einer mächtigen Stadtmauer umgeben und für den Autoverkehr gesperrt, fühlt man sich bei einem Spaziergang durch die schmalen Gässchen ins Mittelalter versetzt.

  • HIGHLIGHTS NORDPORTUGAL – DIE 6 SCHÖNSTEN AUSFLÜGE RUND UM GUIMARÃES

    Die Stadt Guimarães eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für zahlreiche Tagestouren in den Nordwesten Portugals, wie beispielweise nach Braga, Barcelos, Ponte de Lima oder Viana do Castelo.

  • PORTUGAL – SINTRA, DIE SOMMERRESIDENZ DER KÖNIGE UND REICHEN

    Unternehmt mit uns einen Ausflug nach Sintra, der einstigen Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Im 19. Jhdt wurde Sintra auch zunehmend Ziel der Reichen, Künstler und Exzentriker. So entstanden prächtige Villen und kleine Paläste.

  • ALENTEJO – BURGEN, RÖMER UND SCHNEEWEISSE DÖRFER

    Begleitet uns auf eine zauberhafte Reise durch das südliche Portugal in die Provinz Alentejo, wo sich die Hügel in sanften Wellen erstrecken und die kleinen Städte mit ihren weiß getünchten Häusern anmutig in der Landschaft ruhen.

  • MONSANTO – DAS PORTUGIESISCHSTE DORF PORTUGALS

    Wir schreiben das Jahr 1938. Ganz Portugal ist in heller Aufregung. Gilt es doch das portugiesischste Dorf des Landes zu wählen. Während die restliche Welt kurz vor dem Kriegsausbruch steht, reisen Wissenschaftler kreuz und quer durch das Land um den Sieger dieses Wettbewerbes zu küren. Sie werden weder an der Algarve, noch im Dourotal oder im Alentejo fündig.

  • DAS SCHMUCKKÄSTCHEN KÖSZEG AN DER ÖSTERREICHISCHEN GRENZE

    Ein Ausflug und Spaziergang durch die entzückende ungarischen Kleinstadt Köszeg in der Nähe von Lockenhaus, gleich hinter der österreichischen Grenze.

  • LISSABON KULINARISCH – ZUM KLOSTER, WO DAS PASTÉIS DE BELÉM ERFUNDEN WURDE

    300 Kalorien zarteste Versuchung. Knuspriger Blätterteig trifft auf cremigen Vanillepudding. Mit einem Espresso, der höchste Genuss. Die Pastéis de Belém (Pastéis de Nata) ist eine Köstlichkeit mit Kultstatus, quasi ein Nationalheiligtum Portugals.

  • ISTRIEN – DIE MALERISCHEN BERGDÖRFER LABIN UND GROŹNJAN

    Im Hinterland Istriens gibt es zahlreiche mittelalterliche Bergdörfer, die interessante Geschichten zu erzählen haben. Meist mit einer massiven Stadtmauer umgeben, wachen diese kleinen Ortschaften auf steilen Felsen über Täler oder Meerengen.

  • DURCH DAS MALERISCHE DOURO-TAL NACH PORTO

    Was gibt es schöneres, als bei einem Gläschen Port und köstlichen Salzmandeln einfach nur “ins Land einizuschauen” und die Kreuzfahrtschiffe am Douro zu beobachten?

  • EIN TAGESAUSFLUG NACH BRÜNN

    Alle Wege führen nach Brno. So könnte man meinen, weisen doch zahlreiche Straßenschilder in Wien den Weg in Tschechiens zweitgrößte Stadt. Vielleicht steht deshalb Brünn schon lange auf unserer Reiseliste.

  • KURIOSES PORTUGAL – EIN PARK VOLLER BUDDHAS UND PAGODEN

    Ein Landschaftsgarten mit lauter Buddha-Statuen? Klingt im ersten Moment nach ziemlich viel Kitsch. Erwartet haben wir eine Art asiatisches “Gartenzwergerland”. Wir wurden aber eines Besseren belehrt und haben den Besuch im Buddha Garden Eden nicht bereut!