RADTOUREN 40+ RADWEGE IN WIEN, NIEDERÖSTERREICH, BURGENLAND, TSCHECHIEN

Unsere Radtouren in Österreich: Von gemütlichen Genussradtouren entlang von Flüssen und Bahntrassen bis zu sportlichen Touren durch das hügelige Weinviertel und malerische Seenlandschaften. Hier findest du über 40 ausführliche Radtour-Beschreibungen mit GPS-Daten, Höhenprofilen und persönlichen Tipps für die besten Radausflüge in Niederösterreich, Wien, Burgenland und der Grenzregion zu Tschechien.

Aktuelle Touren

Der 59 km lange Ybbstalradweg zwischen Waidhofen an der Ybbs und Lunz am See verläuft zum Großteil auf der ehemaligen Bahntrasse der Ybbstalbahn und zählt zu den landschaftlich reizvollsten Bahnradwegen Niederösterreichs. Der Ybbstalradweg – In welche Richtung? Nachdem wir das Höhenprofil der Strecke genauestens studiert haben, kann es nur ein Richtung unserer Tour geben: von Lunz am See (610 m) nach Waidhofen an der Ybbs (350 m). Schließlich wollen wir die Schwerkraft auf unserer Seite haben und die ganze Zeit gemütlich bergab rollen! Warum auf manchen Portalen ausgerechnet die umgekehrte Fahrtrichtung empfohlen wird, bleibt ein Rätsel. Vielleicht haben die Poster eine geheime Vorliebe für Schweißperlen auf der Stirn und Sonnencreme in den Augen. TIPP: Radtramper-Bus YbbstalradwegDie Buslinie 656 verkehrt zwischen 01.05.2026 bis 26.10.2026 an Samstagen, Sonn- und Feiertagen (Abfahrt Waidhofen: 8:45, 11:45, 15:45 Uhr) sowie Juli und August täglich zwischen dem Bahnhof Waidhofen/Ybbs und makabererweise bis zum Friedhof Lunz am See. Es gibt jeweils drei Abfahrtszeiten an den Betriebstagen. Ausführliche Informationen zu den Abfahrtszeiten findet Ihr hier: Radtramper-Bus Informationen. Zuerst ein Abstecher zum Lunzer See Nachdem wir mit dem Radtramper-Bus die malerische Ortschaft Lunz am See nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreicht haben, steht ein kurzer Abstecher zum berühmten Lunzer See auf dem Programm. Obwohl Lunz am See als der Kältepol Österreichs gilt, ist davon an diesem Tag nicht viel zu spüren. Das Thermometer zeigt rasant steigende Temperaturen und klettert mutig an die 30-Grad-Marke. Eine erfrischende Abkühlung im glitzernden Wasser des Sees würde da gerade recht kommen. Eingebettet zwischen Bergen liegt der smaragdgrün schimmernde Lunzer See. Am See herrscht bereits Hochbetrieb. Zahlreiche Badegäste lassen im Seebad »die Seele baumeln«. Bei den Bootsverleihern klingelt die Kasse pausenlos. Das kristallklare Wasser ist verlockend, doch wir werden des Teufels Versuchung widerstehen, bewundern nur die wunderschöne Bergkulisse und schwingen uns wieder aufs Rad. Lunz am See – Das Amonhaus Zurück in Lunz unternehmen wir eine minimalistische Dorfbesichtigung. Berühmtestes Wahrzeichen des Ortes ist das Amonhaus, dessen Fassade reich mit Sgraffiti verziert ist. Im Jahr 1551 errichtet, gilt es als eines der schönsten Renaissancebauten Österreichs. Der Name des Hauses geht auf den Hammerherrn Johann Franz von Amon zurück. Über Jahrhunderte hinweg bestimmten die mächtigen Hammerherren, auch als »Schwarze Grafen« bekannt, das Schicksal des Ortes. Durch ihre Eisenverarbeitung und den Eisenhandel erlangten sie großen Wohlstand. Doch nicht nur ihre wirtschaftliche Bedeutung prägte den Ort, auch ein besonderer Gast sorgte für Aufsehen. Die Chronik des Hauses erzählt von keinem Geringeren als dem »guten Kaiser Franz I«, der auf seiner Durchreise gleich zweimal im Amonhaus übernachtete. Ybbstalradweg – Vorbei am Bahnhof Lunz am See Gerade als wir beim Bahnhof Lunz vorbeiradlen, hören wir in der Ferne das Pfeifen einer alten Diesellok. Wir legen einen kurzen Fotohalt ein und bewunderen die ruckelnde und zuckelnde Schmalspurbahn bei der Einfahrt in den Bahnhof von Lunz. Der Ybbstalradweg wurde auf der ehemaligen Trasse der im Jahr 2010 eingestellten Ybbstalbahn errichtet. Nur die Bergstrecke zwischen Kienberg-Gaming, Lunz und Göstling blieb als Museumsbahn erhalten. Am Wochenende kann man hier eine Fahrt mit dem „Ötscherland-Express“, der von einer über 100 Jahre alten Dampflok oder eben einer 80-jährigen Diesellok gezogen wird, unternehmen. Töpperbrücke Nun geht es aber wirklich weiter Richtung Göstling. Kurz nach Lunz radeln wir an der eleganten Töpperbrücke vorbei, die mit mächtigen gusseisernen Heiligenstatuen verziert ist. Errichtet wurde dieses Kleinod vom Hammerherrn Andreas Töpper, einem der größten Privatunternehmer in der Donaumonarchie. Dieser visionäre Unternehmer und Industrielle war bekannt für seine Eisenwalzwerke in Scheibbs und Lunz am See, die bis zu 800 Arbeiter beschäftigten. Göstling an der Ybbs Nach rund 11 km erreichen wir Göstling an der Ybbs. Auch Göstling war jahrhundertelang von der Eisenverarbeitung geprägt. Davon zeugen noch heute stattliche Herrenhäuser. Besonders sehenswert sind der Pfarrhof und das „Pfarrstöckl“ bei der Kirche mit wunderschönen Sgraffitomalerein aus der Renaissance. Kurios mutet bei Temperaturen jenseits der 30 Grad ein Riesenschneemann an. Beharrlich trotzt er den hohen Temperaturen und erinnert an den Weltrekord im Schneemannbauen mit 3.580 Schneemännern, aufgestellt im Winter 2011. Ybbstalradweg – Von Götling nach Hollenstein Den nächsten Zwischenstopp planen wir im 17 km entfernten Hollenstein. Der Ybbstalradweg führt durch eine beeindruckende Berglandschaft. Bewaldete Berge begrenzen das meist breite Ybbstal. Nur an wenigen Stellen wird das Tal enger. Aus der Ferne grüßt der Ötscher. Die Landschaft ändert sich hinter jeder Kurve. Auf steil aufragende Felsen folgen Wiesen und Obstbäume. Alte Kilometersteine entlang des Radwegs errinnern an die längst vergangenen Zeiten der Ybbstalbahn. Sand- und Steinbänke in der Ybbs werden von den Einheimischen als Badeplätze genutzt. Zwischen den Ortschaften Göstling und Hollenstein begegnen wir einem faszinierenden architektonischen Meisterwerk. Wie ein gigantischer Regenwurm, dessen Hinterteil neugierig aus der Oberfläche hervorschaut, erstreckt sich eine imposante Rohrleitung über die Ybbs. Dieses eindrucksvolle Bauwerk ist der Ybbsdüker, der in den 1920er Jahren erbaut wurde, um das Kraftwerk Opponitz mit dem dringend benötigten Wasser zu versorgen. Während unserer Fahrt entlang des Ybbstalradwegs Richtung Hollenstein passieren wir auch die »Pfandlbrücke«, an der ein besonderes Marterl unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es erinnert an einen tragischen Vorfall, der sich vor vielen Jahren an dieser Stelle ereignete. Am 2. Februar 1923, während eines verheerenden Hochwassers, brach die damalige Brücke zusammen und riss sechs Menschen in den Tod. Hollenstein Die auf einem Hügel thronende mächtige Pfarrkirche von Hollenstein ist schon von weitem sichtbar. Wir machen einen kurzen Abstecher in den Ort, wo die Zeit ein wenig stehen geblieben ist. Wie Lunz oder Göstling war auch Hollenstein jahrhundertelang von der Eisenverarbeitung geprägt. Nachdem jedoch die Blütezeit der Eisenindustrie Mitte des 19. Jhdt zu Ende ging, setzten die Hollensteiner auf Holz und errichteten Sägewerke und eine Papierfabrik. Sehenswert sind neben der Pfarrkirche auch das spätbarocke »Steinhaus« am Dorfplatz, sowie der Kalvarienberg mit einer barocken Kapelle. Ursprünglich hätte – einer Sage nach – die Hollensteiner Pfarrkirche am Kalvarienberg erbaut werden sollen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Ein Zimmermann verletzte sich beim Holzsägen an der Hand und sein Blut färbte die umherliegenden Holzspäne tiefrot. Plötzlich erschien eine weiße Taube und nahm einen dieser blutgetränkten Späne auf, um damit auf den gegenüberliegenden Hügel zu fliegen. Dieses unerklärliche Ereignis deutete man als ein göttliches Zeichen und errichtete die Pfarrkirche an der neuen Stelle. Zurück am Ybbstalradweg. Rund 26 km sind es noch bis Waidhofen an der Ybbs. Flott geht es weiter Richtung Opponitz, wo der Radweg durch einen 87 m langen Tunnel führt. Hinter Opponitz wird das Ybbstal allmählich enger, bevor es beim »Ofenloch« zur Schlucht wird. Es ist vielleicht der spektakulärste Streckenabschnitt des Radweges. Aufwändige Hangsicherungen, wie Stützmauern und Fangnetze schützen die Benutzer des Radweges vor herabfallenden Steinen. Das Ybbstal wird wieder weiter. Waidhofen an der Ybbs – Stadt der Türme Nach rund 56 km erreichen wir Waidhofen an der Ybbs. Barocke Kirchtürme und mittelalterliche Wehrtürme prägen die Silhouette der Stadt. Wir bummeln ein wenig durch die Innenstadt und bewundere die zahlreichen Häuser, die noch aus der Zeit des Mittelalters stammen. Wahrzeichen der Stadt ist der mächtige Stadtturm am Oberen Stadtplatz. Eine Mär berichtet, dass der Turm als Zeichen des Sieges über die Türken, die 1529 hier ihr Unwesen trieben, errichtet wurde. Eine der vier Turmuhren zeigt stets dreiviertel Zwölf an und soll an die Vertreibung des letzten Türken aus der Stadt erinnern. Der Spruch »Eisen und Stahl ernähren die Stadt« am mittelalterlichen Ybbsturm stammte noch aus der Zeit als Waidhofen neben Steyr das wichtigste Zentrum der Eisenverarbeitung war. Auffallend ist der von Franz Hollein gestaltete Glasaufsatz am Bergfried des Rothschildschlosses. Heute befindet sich das Schloss im Besitz der Stadt und beherbergt ein Museum über die Stadtgeschichte. Vom Rothschildschloss sind es dann noch knappe zwei Kilometer bis zum Bahnhof, von Waidhofen. Der Ybbstalradweg – Fazit Der Ybbstalradweg bietet ein bisschen von allem: Liebevoll gepflegte Dörfer mit historischer Bausubstanz, eine spektakuläre Bergkulisse, den Lunzer See und die Ybbs zum Baden und genug Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke zur Stärkung. Es ist eine schöne und gemütliche Radtour durch das Ybbstal, die stets leicht bergab führt und angenehm zu befahren ist. Auffallend waren die zahlreichen Radler, die am heutigen Tag, trotz der hohen Temperaturen, unterwegs waren. Wir haben den Ybbstalradweg erstmals kurz nach der Eröffnung im Jahr 2017 befahren. Mittlerweile gab es kleinere Streckenanpassungen. Aus nostalgischen Gründen haben wir die seinerzeitige Route gewählt. FOTOALBUMWir hoffen, dass wir Euch mit unseren Tipps zu einer Radtour am Ybbstalweg inspirieren konnten. Noch mehr Fotos zu dieser Radtour findet Ihr im Fotoalbum unter: AM YBBSTALRADWEG – VON LUNZ NACH WAIDOFEN Streckenplan Ybbstalradweg Version 2017- GPS-Daten Tourdaten Radweg-Symbol: Grünes Schild mit Aufschrift Ybbstalradweg Schwierigkeit: leicht Strecke: ca 59 km   Highlights der Strecke: Lunz am See Göstling an der Ybbs Hollenstein Waidhofen an der Ybbs Die Streckenführung Der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Eine zusätzliche Radkarte ist mE nicht notwendig. TIPP:Ein weiterer beliebter Radweg im Mostviertel ist der Pielachtalradweg. Erstfassung: 2017; Überarbeitung: 2023; Update: 2026 [...]
Willkommen auf dem Marillenblütenradweg in der Wachau – einer Radtour, die ihr in keiner offiziellen Radkarte finden werden. Inspiriert von der einzigartigen Marillenblüte haben wir uns die Freiheit genommen, diesen Abschnitt des Donauradwegs kurzerhand inoffiziell umzutaufen. Marillenblütenradweg Von Ende März bis Anfang April verwandelt sich die Wachau in ein atemberaubendes Blütenmeer, wenn tausende Marillenbäume ihre zarten rosa-weißen Blüten entfalten. Auf dieser Radtour erwarten Euch nicht nur blühende Obstgärten, sondern auch kulturelle Schätze: ehrwürdige Klöster, eine geheimnisvolle Kartause, imposante Burgruinen und malerische Ortschaften. Mautern – Römer und Nibelungen! Mautern an der Donau Als Ausgangspunkt unseres inoffiziellen Marillenblütenradwegs, der dem bekannten Donauradweg folgt, bietet sich Mautern an, wo wir auch bequem das Auto parken können. Mautern, dessen Ursprünge bis in die Römerzeit zurückreichen, beeindruckt mit gut erhaltenen Mauerresten aus dieser Epoche. Doch nicht nur die Römer hinterließen hier ihre Spuren: Kriemhild und die Nibelungen sollen durch Mautern gezogen sein, ebenso wie der Heilige Severin, der sich der Bekehrung von Römern und Barbaren widmete. Von dieser geschichtsträchtigen Atmosphäre inspiriert und voller Tatendrang, schwingen wir uns voller Vorfreude aufs Rad. An der schönen blauen Donau durch die Wachau Weißenkirchen Wie ein silbernes Band schlängelt sich die Donau durch die malerische Wachau, und wir folgen ihrem Lauf auf dem Donauradweg – oder besser gesagt, auf dem von uns umgetauften »Marillenblütenradweg«. Erstaunlicherweise hat noch kein findiger Touristiker die brillante Idee gehabt, diesen Abschnitt des Donauradweges offiziell so zu benennen. Marillenblüte in der Wachau Zwischen Rossatz und St. Lorenz entfaltet sich ein atemberaubendes Panorama vor uns: Weingärten wechseln sich mit blühenden Marillenbäumen ab und tauchen die Wachau in ein blütenweißes Meer. Der tote Riese von St Lorenz Wachauer Nase bei St. Lorenz In St. Lorenz erwartet uns eine skurrile Überraschung: das Grab eines Riesen. Kein Grabstein kündet von seiner Existenz, nur eine gigantische Nase ragt aus dem Boden. Ein Wunder? Mitnichten! Es handelt sich um ein faszinierendes Kunstwerk im öffentlichen Raum. Ruine Aggstein – Das Rosengärtlein, ein Ort des Schreckens! Ruine Aggstein Die Ruine Aggstein thront wie ein Adlerhorst auf einem steil abfallenden Felsen hoch über der Donau. Die Auffahrt mit dem Rad wäre eine echte Herausforderung – 2,3 km mit Steigungen von bis zu 20%. Wir entscheiden uns, die mächtige Burganlage aus der Ferne zu bewundern und lassen uns von ihrer imposanten Silhouette faszinieren. Ruine Aggstein Die Burgruine Aggstein ist untrennbar mit der Legende vom Rosengärtlein verbunden. Der berüchtigte Raubritter Schreck vom Wald soll seine Gefangenen auf einen schmalen, steilen Felsvorsprung an der Burgmauer – das sogenannte Rosengärtlein – gebracht haben. Dort stellte er sie vor die grausame Wahl: den Tod durch einen Sprung in die Tiefe oder qualvolles Verhungern. Kartause Aggsbach – Beten allein war nicht mehr genug Kartause Aggsbach Von Aggstein ist es nur eine kurze Fahrt zur Kartause Aggsbach, die etwas abseits vom Marillenblütenradweg oder vulgo Donauradweg liegt. Dieses ehemalige Kloster, 1380 gegründet und knapp 400 Jahre später von Joseph II. aufgelöst, erzählt von einer Zeit, in der Beten und Schweigen nicht mehr ausreichten. Joseph II. vermisste einen konkreten Nutzen für die Allgemeinheit – ein Gedanke, der die Wandlung der Zeit widerspiegelt. Kartause Aggsbach Wir besuchen die Stiftskirche und lassen uns vom Meditationsgarten verzaubern. Hier werden durch kunstvoll arrangierte Pflanzen die zerstörten Mönchszellen und der große Kreuzgang symbolisch wieder zum Leben erweckt. Die Stille und Beschaulichkeit dieses Ortes laden förmlich zum Innehalten ein. Natur pur und das Kloster Schönbühel Marillenblütenradweg – Am Donaustrand in der Wachau Von Aggsbach führt der Marillenblütenradweg durch ein unberührtes Augebiet nach Schönbühel, wo wir beinahe ein unscheinbares Kleinod übersehen hätten: Das ehemalige Servitenkloster Schönbühel. Kloster Schönbühel Das Kloster Schönbühel wurde im 17. Jh. auf den Ruinen des sagenumwobenen »Teufelsschlosses« errichtet, in dem der Teufel einst sein Unwesen getrieben haben soll. Der Legende nach soll in den Gemäuern ein unermesslich reicher Schatz verborgen gewesen sein – doch alle, die ihn bergen wollten, kehrten entweder nicht zurück oder verloren den Verstand. Um den Spuk zu beenden, ließ Graf Conrad Balthasar von Starhemberg das Kloster errichten, das später zu einem bedeutenden Wallfahrtsort wurde. Schloss Schönbühel Schloss Schönbühel Nur einen Katzensprung vom ehemaligen Servitenkloster entfernt thront Schloss Schönbühel auf einem markanten Donaufelsen. Die im frühen 12. Jh. als Wehrburg errichtete Anlage prägten die Starhemberger über vier Jahrhunderte. Nach allmählichem Verfall erfolgte 1819 die Renovierung und der Umbau zum Schloss. Obwohl das Gebäude nicht öffentlich zugänglich ist, gehört das imposante Bauwerk am Ufer der Donau zu den schönsten Fotomotiven der Wachau. Stift Melk – das schönste Barockstift Österreichs Stift Melk Majestätisch erhebt sich Stift Melk auf einem Felsen, zweifellos eine der schönsten Barockanlagen Österreichs. Ein Besuch und eine Führung durch das Stift sind ein absolutes Muss für jeden Kulturliebhaber. Zu den Höhepunkten des Stifts Melk zählen der prachtvolle Marmorsaal und die beeindruckende Stiftsbibliothek. Stadtplatz in Melk Der Marmorsaal besticht durch sein atemberaubendes Deckenfresko, das 1731 von Paul Troger geschaffen wurde. Die Stiftsbibliothek beherbergt einen beachtlichen Bestand von rund 100.000 Bänden. Der Bibliothek und dem Stift Melk hat der Schriftsteller Umberto Eco in der Literaturgeschichte einen besonderen Platz gesichert. In seinem berühmten Roman „Der Name der Rose“ lässt er die fiktive Hauptfigur Adson von Melk aus diesem Kloster stammen. Es wird Zeit, dass wir uns auf den Rückweg machen. Wir queren kurz nach Melk die Donau und radlen am nördlichen Donauufer zum Ausgangspunkt zurück. Willendorf – Die älteste Frau Österreichs Venus von Willendorf Willendorf ist unser nächstes Ziel. Schon beim Ortseingang wird auf die berühmteste Tochter der Ortschaft hingewiesen. Sie war wahrlich keine Schönheit und entspricht so gar nicht dem heutigen europäischen Schönheitsideal: Fettleibig, schwere Brüste, breite Hüften – ein Role-Model zur Verherrlichung von Fettleibigkeit! Die Rede ist von der Venus von Willendorf, einer 25.000 Jahre alten kleinen Statue, die 1908 beim Bau der Wachaubahn hier gefunden wurde. Luzi und die Teufelsmauer Tunnel durch die Teufelsmauer Die Wachau ist reich an Sagen und Legenden. Am Weg nach Spitz passieren wir die sagenumwobene Teufelsmauer. An dieser Stelle wollte Luzi eine Mauer quer über die Donau errichten. Alle „Frömmler“ sollten in der aufgestauten Donau ertrinken. Doch Luzi versagte. Heute durchquert der kürzeste Bahntunnel Österreichs die Teufelsmauer. Spitz – Mariandl-andl-andl, aus dem Wachauer Landl-Landl! Ruine Hinterhaus Spitz an der Donau liegt malerisch am Fuße des 1.000 Eimer Berges und wird von der Ruine Hinterhaus bewacht. Schmale mit Steinmauern angelegte Weingärten ziehen beeindruckende geometrische Muster durch die Hügellandschaft. Besonders im Herbst, wenn sich das Laub der Weinstöcke in den buntesten Farbtönen präsentiert, üben die Weingärten eine magische Anziehungskraft für Fotografen aus. Spitz an der Donau Als Filmkulisse für »Mariandl« erlangte der Ort Berühmtheit. Hans Moser, Rudolf Prack, Conny Froboess Peter Wecker und Waltraud Haas sangen und grantelten sich am Kirchenplatz von Spitz durch diesen Filmklassiker. Trotz zahlreicher Liebeswirren kommt es zum Schluss natürlich zu einem Happy-End, welches von der heimlichen Hymne der Wachau untermalt wird: »Mariandl-andl-andl, aus dem Wachauer Landl-Landl«. Nicht nur zur Marillenblüte wunderschön – Herbststimmung in Spitz Mit diesem Ohrwurm im Ohr treten wir beschwingt in die Pedale und radeln zügig von Weißenkirchen nach Dürnstein. Dürnstein – Die touristische Perle der Wachau Blick auf Dürnstein Dürnstein ist der Inbegriff der Wachau. Die Silhouette der Stadt wird vom weithin sichtbaren blauweißen Kirchturm des Augustiner Chorherrnstifts und von der Ruine Dürnstein dominiert. Mittelalterliche Häuserzeilen werden von Bürgerhäusern aus der Renaissance und des Barocks unterbrochen. In den engen Gassen von Dürnstein In den Gassen dreht sich alles um Wein und Marillenprodukte. Ein Besuch in der Bäckerei Schmidl, wo 1905 das Original Wachauer Laberl erfunden wurde, ist ein Muss für Feinschmecker. Ruine Dürnstein Berühmtester Gast in Dürnstein war König Richard Löwenherz, der während eines Kreuzzuges, Herzog Leopold tief beleidigt hatte. Die Rache folgte auf dem Fuße. Auf der Rückreise wurde Löwenherz bei Wien erkannt, gefangen genommen und auf die Ruine Dürnstein gebracht. Niemand kannte seinen Aufenthalt. Sein treuer Minnesänger Blondel zog singend und suchend von Burg zu Burg, bis er in Dürnstein endlich fündig wurde. Genug der Legenden. Donaubrücke bei Mautern Wir verabschieden uns von Dürnstein und setzen unseren Rückweg fort. Kurz vor Stein an der Donau führt uns eine der ältesten Donaubrücken zurück zu unserem Ausgangspunkt in Mautern. Fazit Schöne Radtour durch geschichtsträchtige und pittoreske Orte mit Pilgerfaktor – Stift Göttweig, Stift Melk und Stift Dürnstein liegen auf der Strecke. Besonders schön ist die rund 70 km lange Tour während der Marillenblüte. In diesem Zeitraum sind nicht nur zahlreiche Radfahrer unterwegs, sondern auch Autofahrer, die beim Anblick der blühenden Bäume völlig unberechenbar in ihren Fahrkünsten werden. Also Obacht! Zusatz-Tipp: Stift Göttweig Stift Göttweig In unmittelbarer Nähe zu Mautern thront das Benediktinerkloster Göttweig hoch über der Wachau, welches aufgrund seiner exponierten Lage als österreichisches »Montecassino« bezeichnet wird. Nach seiner Gründung 1083 und einem verheerenden Brand 1718 entstand es als barocke Pracht nach den Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt. Bedingt durch die immensen Baukostens konnte der Neubau nur zu zwei Dritteln realisiert werden. Besonders beeindrucken die monumentale Stiftskirchenfassade sowie die Kaiserstiege, Österreichs größtes Barocktreppenhaus mit Paul Trogers berühmtem Deckenfresko. Ein kurioses Detail: Die Uhren am Südturm sind lediglich aufgemalt – ein charmantes Relikt barocker Sparsamkeit. Fotoalbum Wir hoffen, dass wir Euch mit unseren Tipps zu einer Radtour durch die schöne Wachau inspirieren konnten. Noch mehr Fotos zu dieser Radtour findet Ihr im Fotoalbum unter: AM MARILLENBLÜTENRADWEG DURCH DIE WACHAU  Streckenplan Tourdaten Radweg-Symbol: Grüne Tafel mit der Aufschrift Donauradweg, perfekt ausgeschildert! Schwierigkeit: leicht Strecke: ca 70 km Highlights der Strecke: Auf der gesamten Strecke finden sich zahlreiche Burgen, Klöster und geschichtsträchtige Orte Letzte Aktualisierung: 04/2025 · Erstveröffentlichung: 04/2017 [...]
Wir haben für Euch auf unserem Reiseblog 5 schöne Radtouren rund um Wien zusammengestellt, die sich im Frühling besonders lohnen. Radausflüge und Radtouren rund um Wien 5 Radtouren rund um Wien Die folgenden 5 Radtouren rund um Wien führen Euch in die Wachau, in das Weinviertel, in das Marchfeld und in die Grenzregion zu Tschechien. Wir wünschen Euch viel Spass beim »Nachradeln«! AM MARILLENBLÜTENRADWEG DURCH DIE WACHAU Die Wachau zur Zeit der Marillenblüte Von Ende März bis Anfang April verwandelt sich die Wachau in ein atemberaubendes Blütenmeer, wenn tausende Marillenbäume ihre zarten rosa-weißen Blüten entfalten. Auf dieser Radtour erwarten Euch nicht nur blühende Obstgärten, sondern auch kulturelle Schätze: ehrwürdige Klöster, eine geheimnisvolle Kartause, imposante Burgruinen und malerische Ortschaften. KAMPTALRADWEG – VON HORN ÜBER STIFT ALTENBURG NACH HADERSDORF Schloss Rosenburg Die mächtige Burgruine Gars, das prachtvolle Schloss Rosenburg, das barocke Stift Altenburg und eine reizvolle Flusslandschaft zeichnet den Kamptalradweg aus. HELDENBERG RADWEG – VOM SCHMIDATAL INS GÖLLERSBACHTAL Kreisgrabenanlage Puch Eine Tour durch die Geschichte Österreichs. Vom Schloss Juliusburg am Wagram durch Weingärten und Kellergassen zum Heldenberg. Danach geht es weiter zur Kreisgrabenanlage Puch, sowie zu den Schlössern in Göllersdorf und Sierndorf. VON RETZ NACH ZNAIM AM »WEIN UND KULTUR RADWEG« Znaim Der »Wein und Kultur Radweg« verbindet die beiden Schwesternstädte Retz und Znaim. Bei dieser Tour zeigen wir euch interessante historische Kleinode und atemberaubende Aussichtspunkte von wo Ihr die Schönheit der hügeligen Weinberge und Heidelandschaften genießen könnt. LIECHTENSTEIN RADROUTE ZWISCHEN MIKULOV, LEDNICE UND VALTICE Schloss Lednice Die Liechtenstein Radroute zählt zu den schönsten Radtouren zwischen Mikulov, Lednice und Valtice. Sie führt Euch zu den schönsten Plätzen im österreichisch-mährischen Grenzgebiet. Wir hoffen, wir konnten Euch mit diesen 5 Radtouren zu einem Ausflug mit dem Drahtesel inspirieren. [...]
Auf rund 60 Kilometern bringt der Portugieser Radweg Kultur, Geschichte und Genuss unter einen Hut. Er führt von ehrwürdigen Kirchen über majestätische Schlösser bis zu den Kellergassen – den wahren Schatzkammern des Weinviertels. Die »Steinerne Bibel« in Schöngrabern Portugieser Radweg | Weinradtour Portugieser – Kirche in Schöngrabern Unsere Weinradtour Portugieser startet in Schöngrabern, wo eine romanische Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert majestätisch über dem Ort wacht. Die Geschichte dieses bemerkenswerten Gotteshauses ist eng mit Hadmar II. von Kuenring verknüpft – der alte Ritter ließ sie vermutlich entweder als spirituelles Mahnmal vor seinem Aufbruch ins Heilige Land errichten oder als Sühne für die spektakuläre Gefangennahme von König Richard Löwenherz in der Kuenringerburg Dürnstein. Steinerne Bibel an der Apsis Die Kirche von Schöngrabern zählt zu den bedeutendsten sakralen Baudenkmälern Österreichs und birgt einen wahren Schatz: eine Apsis, die europaweit als kulturelles Juwel verehrt wird. Steinerne Bibel an der Apsis An ihrer Außenseite ist die berühmte »Steinerne Bibel« angebracht – kunstvolle Reliefs, die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament lebendig werden lassen und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, sowie zwischen Tugend und Laster dramatisch thematisieren. Der »Dom des Weinviertels« in Wullersdorf Portugieser Radweg | Weinradtour Portugieser – Pfarrkirche von Wullersdorf Von Schöngrabern schlängelt sich der Portugieser Radweg durch goldene Kürbis-, grüne Mais-, und verdorrte Sonnenblumenfelder nach Wullersdorf, wo bereits von weitem die prächtige barocke Pfarrkirche auf ihrer Anhöhe grüßt. Nicht ohne Grund trägt das Gotteshaus den Beinamen »Dom des Weinviertels« – schließlich protzt es, als wolle es dem Vatikan Konkurrenz machen. Pfarrkirche von Wullersdorf mit dem alten Rathaus Im 18. Jahrhundert unter der meisterhaften Leitung der berühmten Barockbaumeister Jakob Prandtauer und Franz Munggenast entstanden, erhielt das Gotteshaus im 19. Jahrhundert noch seine markante Doppelturmfassade als krönenden Abschluss. Pfarrkirche von Wullersdorf Hinter diesem architektonischen Juwel soll eine charmante Geschichte klerikaler Rivalität stecken: Das Stift Melk, Grundherr in der Region, wollte mit diesem Prunkbau nicht nur seine Präsenz demonstrieren, sondern auch dem benachbarten Stift Göttweig – Eigentümer der nahegelegenen Wallfahrtskirche Maria Roggendorf – unübersehbar zeigen, wer hier den prunkvolleren Kirchenbau hat. Ein barocker Wettstreit auf höchstem Niveau. Mittelalterlicher Karner der Pfarrkirche von Wullersdorf Nach der Besichtigung von Kirche, mittelalterlichem Karner, altem Rathaus und den Überresten der Wehrmauern geht es die Treppe zum Marktplatz hinunter. Dort zeigen sich leider auch die Schattenseiten des modernen Landlebens. Im Ortszenrum von Wullersdorf Wie in vielen kleinen Weinviertler Gemeinden schreitet auch hier das stille Geschäftesterben unaufhaltsam voran – ein melancholischer Kontrapunkt zur historischen Pracht. Maria Roggendorf – Heiliger Ort mit unheiliger Geschichte Am Weg nach Maria Roggendorf In Wullersdorf verlassen wir den Portugieser Radweg, der über Kallendorf, Immendorf, Schalladorf und Oberstinkenbrunn nach Nappersdorf führt. Unsere alternative Route über Maria Roggendorf ist mit 8,3 Kilometern deutlich kürzer als die ursprünglichen 16,5 Kilometer – und führt uns zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Region. Wallfahrtskirche Maria Roggendorf Maria Roggendorf ist eng mit einem der größten Kirchenskandale der jüngeren Geschichte verbunden: Der Ort war Rückzugsort von Kardinal Hans Hermann Groër, gegen den schwere Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erhoben wurden. Diese wurden später von ranghohen Kirchenvertretern bestätigt. Wallfahrtskirche Maria Roggendorf Ausgerechnet Groërs eigener Hirtenbrief brachte den Stein ins Rollen: »Weder Unzüchtige noch Knabenschänder werden das Reich Gottes erben.« Diese Bigotterie brachte zahlreiche Opfer dazu, von Missbrauchserfahrungen aus seiner Zeit als Religionsprofessor zu berichten. Die Folgen: ein schwerer Imageverlust für die Kirche und mehrere hunderttausend Kirchenaustritte. Naturschutzgebiet Dernberg – Wo Sagen leben Ausblick auf den Dernberg Von Maria Roggendorf radeln wir durch die sanften Hügel des Weinviertels zwischen Reben und Feldern vorbei am 291 Meter hohen Dernberg, einer markanten Erhebung in der hügeligen, landwirtschaftlich geprägten Landschaft. Wo einst eine Befestigung stand, gedeihen heute seltene Trockenrasenpflanzen. Um den Dernberg ranken sich allerhand Sagen. Gespenstische Kutschen geistern bei Dunkelheit durchs Tal, und wer sich an den Kirschen vom Dernberg vergreift, wandelt stundenlang im Kreis und entdeckt daheim nur noch Kerne in der Tasche. Schloss Mailberg und der »Mailberger Bund« Portugieser Radweg | Weinradtour Portugieser – Durch die Weingärnten Nachdem wir den sagenumwobenen Dernberg umrundet haben, sind es nur noch wenige Pedaltritte bis Nappersdorf, wo wir wieder auf die Weinradtour Portugieser stoßen. Das beschauliche Ortszentrum lassen wir – im wahrsten Sinne des Wortes – rechts liegen und bereiten uns mental auf einen kurzen, aber durchaus spürbaren Anstieg durch die Weingärten vor, bevor wir schließlich bergab Richtung Mailberg rollen. Schloss Mailberg Um das imposante Schloss Mailberg zu besichtigen, verlassen wir wieder den Portugieser Radweg. Die mächtige Anlage blickt auf eine über 900-jährige Geschichte zurück und steht seit 1146 ununterbrochen im Besitz des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens. Schloss Mailberg Jahrhundertelang diente das Schloss als spirituelles, wirtschaftliches und militärisches Zentrum des Ordens, wurde aber in zahlreichen Kriegen schwer beschädigt: während der Hussitenkriege, des Dreißigjährigen Krieges, der Napoleonischen Feldzüge und im Zweiten Weltkrieg. Heute dient Mailberg als Schlosshotel und kann im Rahmen einer Führung gegen Voranmeldung besichtigt werden. Schloss Mailberg – Wappen des Malteser Ordens im Schloßhof Historisch bedeutsam ist der 1451 geschlossene »Mailberger Bund«. 250 Adelige und Städtevertreter aus Ober- und Niederösterreich unterzeichneten einen Pakt gegen Kaiser Friedrich III. – sie wollten politisch mehr Mitspracherechte statt nur zu gehorchen. Friedrich war übrigens jener Kaiser, der mit seinem rätselhaften Wahlspruch AEIOU die Nachwelt bis heute beschäftigt – die Deutungen reichen vom pathetischen »Alles Erdreich ist Österreich untertan« bis zum augenzwinkernden »Am Ende ist ollas umsonst«. Auf Polts Spuren durch Großkadolz Großkadolz – Polt lässt grüßen! Nachdem wir einen kurzen Blick in den Innenhof und die Schlosskapelle geworfen haben, folgen wir dem »Polt Radweg«, der zu den Drehorten der Kult-Krimiserie rund um den Dorfgendarmen Simon Polt führt, gespielt von Erwin Steinhauer. Alfred Komarek schuf mit seinen Polt-Romanen dem Pulkautal ein literarisches Denkmal. Tonkino in Großkadolz Einer dieser Drehorte ist das ehemalige Tonkino in Großkadolz. Die markante Fassade des Kinos ist in den Polt-Filmen immer wieder zu sehen und hat dadurch Kultstatus erlangt. Das Kino wurde in den späten 1920er Jahren eröffnet und beherbergt im Inneren noch einen original erhaltenen Kinosaal aus den 1950er Jahren. Schloss Seefeld – Kuenringer-Erbe in Hardegger-Hand Schloss Seefeld Nur wenige Minuten weiter thront Schloss Seefeld majestätisch auf einer Anhöhe. Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier die Kuenringer eine Wasserburg errichteten. Schloss Seefeld 1629 erwarben die Grafen von Hardegg die Kuenringerburg und ließen diese zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Plänen von Johann Jakob Castelli zum heutigen barocken Schloss umbauen. Das Schloss befindet sich noch heute im Besitz der Familie Hardegg und ist öffentlich nicht zugänglich – es lässt sich nur von außen bewundern, wo es als stolzer Blickfang über dem Ort wacht. Künstlerisches Zwischenspiel in Haugsdorf Kürbis-Potpourri bei einem Hofladen Wir radeln weiter durchs Pulkautal und passieren Hadres, wo sich mit 1,6 Kilometern Länge und 400 Presshäusern die längste Kellergasse Europas erstreckt. Anschließend erreichen wir Haugsdorf, wo wir einen kurzen Zwischenstopp beim Gemeindeamt einlegen. Franz von Zülow Denkmal Ein Denkmal ehrt Franz von Zülow (1883–1963), bedeutender Maler und Mitglied der Wiener Secession. Bekannt für seine Papierschnittdrucke und expressionistischen Werke, blieb Zülow seiner Heimat Haugsdorf zeitlebens eng verbunden und malte gern dörfliche Szenen, historische Gebäude und Landschaften. Jetzelsdorf – Zwischen Seelenheil und Jahrgang Weinkirche von Jetzelsdorf In Jetzelsdorf treffen wir nun wieder auf die Weinradtour Portugieser, die uns an der bereits von anderen Radtouren bekannten Weinkirche vorbeiführt. Früher hat man hier für das Seelenheil gebetet, heute für den richtigen Jahrgang. Das ist vielleicht eh g’scheiter, denn ein guter Grüner Veltliner sorgt im Zweifel schneller für himmlische Zustände. Kellergasse von Peigarten – Peregriniplatzl Ein himmlischer Zustand herrscht auch in der Kellergasse von Peigarten mit ihren schattigen Kastanienbäumen. Und wer sich umschaut, hat schnell sein Kopfkino laufen: Da sitzt Simon Polt mit einem alten Weinbauern beim Achterl Portugieser, beide vertieft in hitzige Debatten über den blauen Rebensaft – als hätten sie soeben die Lösung der Weltprobleme im Glas gefunden. Der Namensgeber des Radweges, der Portugieser, wird zwar seit über 250 Jahren im Land angebaut, doch der einst beliebte Schankwein führt heute nur noch ein kümmerliches Schattendasein – zu viele Doppler in zweifelhafter Qualität haben seinem Ruf den Garaus gemacht. Guntersdorf – Kunst und Geschichte Am Portugieser Radweg | Entlang der Weinradtour Portugieser Straßenarbeiten zwischen Pfaffengarten und Karlsdorf zwingen uns, von der Weinradroute Portugieser für ein kurzes Stück auf den »Polt-Radweg« auszuweichen. Kurz nach Pernersdorf geht es dann wieder am Portugieser Radweg nicht ganz so flott weiter, denn jetzt wartet der längste Anstieg unserer Tour auf uns. Dabei begleiten uns weite Felder und hübsche Weingärten, während wir langsam unserem nächsten Etappenziel Guntersdorf näherkommen. Kunstkubus Guntersdorf Auf dem Weg zum Schloss radeln wir am Kunstkubus des Künstlers Richard Fuchs vorbei, der hier eine kleine Freiluftgalerie betreibt. Mit Humor und ironischen Akzenten schnitzt er Holzfiguren, die einem garantiert zum Schmunzeln bringen. Schloss Guntersdorf Nur wenige Fahrminuten weiter befindet sich das Renaissanceschloss Guntersdorf. Erstmals 1108 urkundlich erwähnt, hat es eine bewegte Vergangenheit: schwedische Belagerung, russische Besetzung und Plünderung. Dieser Tage kann das Schloss für Veranstaltungen gemietet werden. Weinradtour Portugieser- Kellergassen-Finale in Schöngrabern Kübisse in Reih und Glied Die letzten 10 Kilometer führen durch die weite Weinviertler Landschaft zurück nach Schöngrabern. Die dortige Kellergasse ist ein würdiger Abschluss: 70 Weinkeller auf 700 Metern, die ersten aus dem 18. Jahrhundert. Kellergasse Schöngrabern Unter alten Nuss- und Kastanienbäumen in parkähnlichen Grünflächen lässt sich das eine oder andere Achterl verkosten – ein gemütlicher Ausklang einer Tour, die Kultur, Geschichte und Genuss perfekt verbindet. Fazit zum Portugieser Radweg Kürbisse prägen im Spätsommer das Weinviertel Die Weinradrunde Portugieser ist eine gelungene Kombination aus Natur, Kulinarik und Geschichte. Sie bietet sportliche Herausforderungen und kulturelle Highlights wie beeindruckende Kirchen, historische Schlösser und traditionelle Kellergassen. Ein echter Genuss für alle Sinne. Einziger Wermutstropfen: Die Beschilderung, die sich manchmal so geschickt versteckt, dass man sich fragen darf, ob sie lieber ein Geheimtipp bleiben will. FOTOALBUM Wir hoffen, dass wir Euch mit unseren Tipps zu einer Radtour am Portugieser Radweg inspirieren konnten. Noch mehr Fotos zu dieser Radtour findet Ihr im Fotoalbum unter: Weinradtour Portugieser Radwegkarte Weinradtour Portugieser (Variante) inkl GPS-Daten Tour-Fakten zur Weinradtour Portugieser auf einen Blick Radweg-Symbol: Blau-Weißes Schild mit Schriftzug Portugieser Schwierigkeit: mittel Schwierigkeit: 3%-4% (zwischen Pernersdorf und Guntersdorf) Gesamtstrecke: ca. 61 km Fahrzeit: 4 Stunden (ohne Besichtigungen) Start/Ziel: Schöngrabern (Rundtour) Highlights der Strecke: Die »Steinerne Bibel« in Schöngrabern Der »Dom des Weinviertels« in Wullersdorf Schloss Mailberg Tonkino in Großkadolz Schloss Seefeld Kunstkubus Guntersdorf Kellergassen Schöngrabern [...]
Diese Variante der Fladnitz Radtour in Niederösterreich führt von Palt über Klein-Wien & Schloss Walpersdorf nach Traismauer. Perfekt für Genussradler! Palt am Fuße des Göttweiger Hügels Blick vom Göttweiger Hügel Unsere Fladnitz Radtour beginnt in Palt, einem idyllischen Ort am Fuße eines Hügels, von dessen Höhe das prachtvolle Benediktinerstift Göttweig weit sichtbar über der Landschaft thront. Auch wenn das berühmte Stift Göttweig nicht direkt auf der Fladnitz Radtour liegt, solltet ihr dem Stift am Ende der Tour unbedingt einen Besuch abstatten. Von Palt aus folgen wir der Fladnitz Radtour entlang des Göttweiger Hügels über Furth bei Göttweig und Steinaweg nach Klein-Wien. Klein-Wien – Eine architektonische Überraschung Erster Zwischenstopp auf der Fladnitz Radtour – Klein Wien Nach etwa fünf gemütlichen Kilometern erreichen wir unseren ersten Zwischenstopp: Klein-Wien! Ja, du hast richtig gelesen, der Name klingt wie ein Scherz, aber dahinter verbirgt sich ein typisches niederösterreichisches Dorf mit faszinierender Geschichte. Während das »große« Wien mit Prunk und Pracht lockt, punktet Klein-Wien mit einem architektonischen Kleinod. Villa Betonia in Klein-Wien Es handelt sich um die Villa Betonia, die der Architekt Carlo von Boog im Jahr 1901 für seine Mutter errichten ließ. Sie gilt als die erste in Beton gebaute Villa Österreichs. Carlo von Boog war kein Unbekannter: Gemeinsam mit Otto Wagner wurde er später mit der Planung der berühmten Landesheil- und Nervenanstalt am Steinhof betraut. Aus seiner Feder stammte beispielsweise das bekannte Jugendstiltheater am Areal. Ava-Turm entlang der Fladnitz Radtour Nur wenige Pedaltritte entfernt erwartet uns eine weitere Sehenswürdigkeit: der Ava-Turm, benannt nach Ava von Göttweig, der ersten namentlich bekannten deutschsprachigen Dichterin, die fromme Texte verfasste. Der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaute Turm wurde einst als Wacht- oder Wehrturm errichtet, um den Klosterberg zu schützen. Nach dem Tod ihres Mannes lebte Ava als Einsiedlerin in diesem alten Bauwerk am Fuß des Göttweiger Berges, wo sie auch im Jahr 1127 verstarb. Rumänischer Lebensbaum entlang der Fladnitz Radtour Wir verlassen nun Klein-Wien und folgen den Gleisen der Kremser Bahn, die Herzogenburg mit Krems verbindet. Nach Paudorf – bekannt für seinen streitbaren Pfarrer, der einst in heftigen Konflikt mit dem erzkonservativen Bischof Kurt Krenn geriet – und Hörfarth wandelt sich das Landschaftsbild merklich. Marterl entlang der Fladnitz Radtour Während die Fladnitz Radtour zunächst durch die sanft ansteigenden Hügel des Dunkelsteiner Waldes führt, öffnet sich die Landschaft später zunehmend. Weite Kukuruzfelder bestimmen nun das Bild, dazwischen blitzen gepflegte Weingärten an den Hängen hervor. Auffällig ist auch die Vielzahl an Marterln am Wegesrand, die von gelebter Volksfrömmigkeit zeugen. Oberwölbling – Eine Salzburger Enklave in NÖ bis 1803 Weingärten entlang der Fladnitz Radtour Nach rund 14 Kilometern erreichen wir auf unserer Fladnitz Radtour die Gemeinde Oberwölbling, die erstmals im Jahr 1047 als »Welmica« in Salzburger Urkunden erwähnt wurde und, man höre und staune, bis 1803 tatsächlich zu Salzburg gehörte. Naheliegend ist die Vermutung, dass sich die Salzburger Fürsterzbischöfe damit den Zugang zu bestem Wein sichern wollten – schließlich waren sie bekanntermaßen keine Kinder der Traurigkeit, sondern wussten gutes Trinken ebenso zu schätzen wie die Gesellschaft mancher Mätresse. Fladnitz Radtour: Oberwölbling Sehenswert ist in jedem Fall die Pfarrkirche von Oberwölbling: Ursprünglich als Wehrkirche mit einer Mauer und zwei Türmen errichtet, präsentiert sie sich heute als barockisierter spätgotischer Bau. Ein kurzer Zwischenstopp lohnt sich hier allemal. Adieu Fladnitz Radtour Namensgeberin der Radtour: Die Fladnitz Zwischen Oberwölbling und Ambach befindet sich die einzig längere und nennenswerte Steigung auf unserer Variante der Fladnitz Radtour, die aber mit 3% recht moderat ausfällt und leicht zu bewältigen ist. In Ambach verlassen wir nun die offizielle Fladnitz Radroute, die von hier weiter nach Karlstetten führen würde. Wir kürzen jedoch ab und radeln über wenig befahrene Landesstraßen über Hausheim nach Statzendorf, wo wir noch einmal kurz auf die Fladnitz Radtour stoßen. Das Brotwunder von Statzendorf Statzendorf Um die von einem Friedhof umgebene Pfarrkirche von Statzendorf rankt sich seit Jahrhunderten eine Sage: Einst bat eine hungrige Bettlerin, angelockt vom Duft frisch gebackenen Brotes, eine reiche, aber geizige Bäuerin um eine Scheibe. Doch diese wies sie mit den Worten ab: »Wenn ich wirklich Brot im Ofen haben sollte, so möge es zu Stein werden!« Als sie kurz darauf nachsah, lag im Ofen tatsächlich nur noch ein versteinerter Laib. Das steinerne Brot von Statzendorf Dieser wurde in die Kirche von Statzendorf gebracht, wo er von den Gläubigen bestaunt und von Wallfahrern als mahnendes Zeichen gegen Hartherzigkeit verehrt wurde. So erhielt das Gotteshaus im Volksmund bald den Namen »Kirche zum Steinernen Laib Brot«. Und wer Lust und Laune hat, kann im Gotteshaus in der Nähe des Altars noch heute den steinernen Laib bewundern. Nächster Zwischenstopp: Schloss Walpersdorf Kellergasse von Walpersdorf Nachdem wir uns an diesem steinernen Brotlaib hoffentlich nicht die Zähne ausgebissen haben, folgen wir einer wenig befahrenen Landesstraße über Wetzmannsthal bis in die Kellergasse von Walpersdorf. Dort treffen wir auf den »Weinbergradweg«, der uns schnurstracks zum Schloss Walpersdorf führt. Das Schloss ist ein weiteres kulturelles Highlight unserer heutigen Variante der Fladnitz Radtour und zugleich ein beliebtes Ausflugsziel rund um Wien. Renaissanceschloss Walpersdorf Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Renaissanceschloss Walpersdorf mehrfach seine Besitzer und diente dabei ganz unterschiedlichen Zwecken: einmal als Adelssitz, dann als Seidenspinnerei und später sogar als Ordenssitz eines katholischen Frauenordens. Heute erwartet uns hier ein Interieur-Fachgeschäft, das die alten Schlossräume als Verkaufsfläche nutzt. Einen Sessel oder gar ein Bücherregal werdet ihr wohl kaum im Rucksack verstauen können – aber ein Päckchen Servietten passt auch auf jedes Rad. Renaissanceschloss Walpersdorf Unter den Schlossherren und -damen ragt besonders Eleonora Gonzaga hervor, die zweite Frau von Kaiser Ferdinand II. Dieser war ein glühender Verfechter der Gegenreformation, sein Wahlspruch lautete bezeichnenderweise: »Besser eine Wüste regieren als ein Land voller Ketzer.« Renaissanceschloss Walpersdorf Während Ferdinand mit erbarmungsloser Strenge Jagd auf Andersgläubige machte, ging Eleonora als Stifterin der berühmten »Herzerlgruft« in die Geschichte ein. Mit dieser Stiftung führte das Herrscherhaus ein etwas skurriles Begräbnisritual ein: Die Eingeweide kamen in die Krypta des Stephansdoms, die Herzen wanderten in die »Herzerlgruft« und die Leichname wurden in der Kapuzinergruft bestattet. Zuerst Weinbergradweg, dann Traisentalradweg Fladnitz Radtour > Weinbergradweg > Traisentalradweg > Donauradweg Wir schwingen uns wieder in den Sattel und folgen dem Weinbergradweg in Richtung Traisen. Kurz nach der Unterführung der S33 tauchen wir in die grünen Auwälder der Traisen ein, wo schattige Baumkronen den Radweg säumen – an heißen Tagen eine willkommene Abkühlung. Schon bald darauf wechseln wir auf den Traisentalradweg, der uns schnurstracks zu unserem nächsten Zwischenstopp Traismauer führt. Traismauer – Stadt der Römer und Nibelungen Stadttor von Traismauer Um 60 n. Chr. errichteten die Römer zum Schutz ihrer Donaugrenze das Reiterkastell Augustiana, dessen Reste heute gut versteckt unter dem mittelalterlichen Stadtkern von Traismauer schlummern. Nicht zu übersehen ist jedoch das Wahrzeichen von Traismauer: ein imposantes Stadttor, dessen Grundmauern tatsächlich noch aus römischer Zeit stammen. Nur das Dach zwischen den Türmen ist ein mittelalterlicher Aufsatz. Schloss Traismauer Wer mit offenen Augen durch die Stadt schlendert, kann noch weitere Erinnerungsstücke aus der Römerzeit entdecken, wie beispielsweise im Arkadenhof von Schloss Traismauer, wo gleich zwei römische Meilensteine und einige Grabsteine ausgestellt sind. Hungerturm in Traismauer Nicht weniger spannend ist der Hungerturm unweit des idyllischen Florianiplatzes. Ursprünglich Teil der römischen Stadtbefestigung, wurde er im Mittelalter zum Wohnturm umgebaut – gleichzeitig diente er auch als Gefängnis für Meuchelmörder, Diebe und, wie es heißt, „unzüchtige Weibsbilder“. Da wird die Geschichte plötzlich richtig lebendig! Traismauer Der historische Stadtkern besticht mit Bürgerhäusern aus Gotik, Renaissance und Barock. Sehenswert sind besonders das barocke Giebelhaus am Hauptplatz 4 und das Bürgerhaus in der Wiener Straße 5, das früher im Besitz von Badern, Chirurgen und Wundärzten war – also den medizinischen Profis der damaligen Zeit. Romantische Gässchen in Traismauer Und für alle Nibelungenfans gibt es auch noch eine Legende: Kriemhild soll im Schloss von Traismauer übernachtet haben, bevor sie mit ihrem Gefolge am nächsten Tag Richtung Tulln zog. Ein Fresko im Römertor hält diese epische Episode lebendig – fast so spannend wie ein Roman! Hinweis: Ausflüge rund um WienZwei weitere empfehleswerte Radwege führen nach Traismauer: Der Tullnerfeldradweg von Tulln nach Traismauer und zurück. Dieser bietet neben einer schönen Streckenführung auch zahlreiche kulturelle Highlights. Sei es die Innenstadt und der Egon Schiele-Themenweg in Tulln, die Sommerfrische von Franz Schubert in Atzenbrugg oder die Römerspuren in Traismauer. Eine weitere empfehlenswerte Radtour in der Nähe von Wien ist eine Radtour vom Stift Herzogenburg zum Schloss Grafenegg. Die Highlights dieser Tour sind Stift Herzogenburg, das Urzeitmuseum Nußdorf ob der Traisen, Schloss Walpersdorf, sowie Schloss Grafenegg. Zurück am Donauradweg nach Palt Zeigt den Weg zurück zum Ausgangspunkt: Stift Göttweig Von Traismauer radeln wir weiter auf dem Traisentalradweg, der nach etwa drei Kilometern in den Donauradweg mündet. Diesem folgen wir nun in Richtung Krems. Nach rund zehn Kilometern erreichen wir die Abzweigung zum Romantikweg, der uns schließlich zurück zum Ausgangspunkt unserer Fladnitz-Radtour in Palt bringt. Einen Abstecher auf alle Fälle wert: Stift Göttweig Vor oder nach der Fladnitz Radtour – Besuch von Stift Göttweig Wenn du einen Ausflug rund um Wien planst, gehört das Stift Göttweig ohne Zweifel zu den lohnendsten Zielen. Aufgrund seiner exponierten Lage wird es auch als das »österreichische Montecassino« bezeichnet. Gegründet im Jahr 1083, wurde die Anlage nach einem verheerenden Brand 1718 als barockes Prachtwerk nach den Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt neu erbaut. Vor oder nach der Fladnitz Radtour – Besuch von Stift Göttweig Wegen der enormen Baukosten konnte der Neubau jedoch nur zu zwei Dritteln verwirklicht werden. Besonders beeindruckend sind die monumentale Fassade der Stiftskirche sowie die Kaiserstiege – Österreichs größtes barockes Treppenhaus, dessen Deckengemälde von Paul Troger stammt. Ein charmantes Detail am Rande: Die Uhren am Südturm sind lediglich aufgemalt, ein sprechendes Zeugnis barocker Sparsamkeit. Fazit zur Fladnitz Radtour Diese Variante der Fladnitz Radtour vereint Naturgenuss, Kulturerlebnis und entspanntes Radfahren. Von der imposanten Klosterlandschaft rund um Göttweig über die architektonischen Überraschungen in Klein-Wien bis hin zu den römischen Spuren in Traismauer bietet diese Route eine beeindruckende Vielfalt an Sehenswürdigkeiten. Besonders reizvoll ist die Mischung aus sanften Hügeln, weiten Feldern und schattigen Auwäldern – perfekt für Genussradler, die mehr als nur Kilometer sammeln möchten. Ein echtes Highlight für alle, die Niederösterreich auf zwei Rädern entdecken wollen! Radwegkarte Fladnitz Radtour (Variante) inkl GPS-Daten Tour-Fakten auf einen Blick Streckendaten: Gesamtstrecke: ca. 52 km Schwierigkeitsgrad: Leicht Höchste Steigung: 3% (zwischen Oberwölbling und Ambach) Fahrzeit: 3-4 Stunden (ohne Besichtigungen) Start/Ziel: Palt (Rundtour) Hauptsehenswürdigkeiten: Benediktinerstift Göttweig (Abstecher empfohlen) Villa Betonia in Klein-Wien (erste Betonvilla Österreichs) Ava-Turm in Klein-Wien Pfarrkirche Oberwölbling (ehemalige Wehrkirche) Steinerner Brotlaib in Statzendorf Schloss Walpersdorf (Renaissance-Schloss) Römerstadt Traismauer mit Stadttor und Hungerturm [...]

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Ob entspannter Genussradler, abenteuerlustige Familie oder ambitionierter Sportbiker – bei uns findet jeder die perfekte Tour. Entdecke abwechslungsreiche Strecken, atemberaubende Landschaften und unvergessliche Erlebnisse auf dem Rad. Starte dein nächstes Abenteuer – die passende Route wartet schon!

Tipps

  • Routenplanung: Plane deine Tour im Voraus mit unseren detaillierten GPS-Daten und übersichtlichen Karten. So findest du die beste Strecke, vermeidest Umwege und kannst dich voll auf das Radfahren konzentrieren.
  • Tourenvorbereitung: Informiere dich über Streckenlänge, Schwierigkeitsgrad und Highlights entlang des Weges. So bist du optimal vorbereitet und erlebst eine entspannte und sichere Radtour.
  • Programme für die Routenplanung: Für die Planung und Navigation verwenden wir gerne Mapy, Outdooractive und Komoot.