EIN STADTSPAZIERGANG DURCH DAS MITTELALTERLICHE MIKULOV IN MÄHREN

Mikulov – so nah und doch unbekannt! Nur eine knappe Autostunde von Wien entfernt, liegt dieses reizende mittelalterliche Städtchen gleich nach der österreichisch-mährischen Grenze.

Das mittelalterliche Mikulov

Blick aug Mikulov - Schloss und Wenzelkirche

Nur fünf Kilometer von Drasenhofen entfernt, liegt das kleine mährischen Städtchen Mikulov. Schon vor der Grenze ist das imposante Schloss Nikolsburg zu sehen, welches sich majestätisch über der Stadt erhebt. In den letzten 200 Jahren war es Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse.

Schloss Mikulov

Im Jahr 1805 übernachtete Napoleon auf dem Weg von Brünn nach Wien im Schloss. 61 Jahre später, am 26. Juli 1866 wurde hier nach der schweren Niederlage bei Königgrätz ein Friedensvertrag zwischen Österreich und Preußen unterzeichnet.

Stadtplatz mit Pestsäule

Vom Schloss ist es nicht weit zum sehenswerten Stadtplatz. Viele der Häuser stammen aus der Zeit der Renaissance. Dominiert wird der Stadtplatz vom Turm der Wenzelskirche und einer monumentalen Barocksäule, die von einem Fürsten von Dietrichstein in Auftrag gegeben wurde.

Stadtplatz mit Sgraffitohaus

Besonders prachtvoll ist das Bürgerhaus “Zu den Rittern” mit seiner auffälligen Sgraffito-Fassade.

Stadtplatz mit Dietrichstein Gruft

Die Dietrichsteins prägten für viele Jahrhunderte das Gesicht von Mikulov. Ihre letzte Ruhestätte fanden die Mitglieder der Familie in der Dietrichstein-Gruft, am unteren Ende des Hauptplatzes. Der Kirchenbau mit den sterblichen Überresten von 45 Dietrichsteinern, wurde nach einem Entwurf von Fischer von Erlach errichtet.

Jüdischer Friedhof Mikulov

Zu einem besinnlichen Spaziergang lädt der jüdische Friedhof am nördlichen Rand der Altstadt ein. Für viele Jahre war die jüdische Gemeinde von Mikulov die größte in Mähren. Von den mehr als 4.000 Grabsteine stammt der älteste lesbare aus dem Jahr 1605.

Trauerhalle am Jüdischer Friedhof Mikulov

Die Zeremonienhalle des Friedhofs im Stil des Historismus plante der Architekt Max Fleischer, der sein Handwerk in Wien bei August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll erlernte.

Synagoge Mikulov

Ganz in der Nähe befindet sich die Obere Synagoge aus den 1720er Jahren, die als einzige von 12 Synagogen erhalten blieb. Ein Besuch ist durchaus empfehlenswert.

Heiliger Berg, Mikulov

Wer noch Lust und Laune hat, folgt dem Kreuzweg auf den Heiligen Berg hinauf. Die Barockkapelle am Gipfel des Berges zählt zu den ältesten Wallfahrtsstätten Mährens. Von hier habt ihr einen wunderbaren Panoramablick auf Mikulov.

Wir hoffen, dass wir Euch mit unseren Tipps zu einem Ausflug nach Mikulov inspirieren konnten.