POTSDAM – EIN AUSFLUG IN DEN PARK VON SCHLOSS SANSSOUCI

Raus aus Berlin, Zeit für einen Ausflug ins Grüne. Ich bin am Weg nach Potsdam. Mein Ziel ist Schloss Sanssouci, das preußische Versaille von Friedrich dem Großen.

Schloss und Park Sanssouci in Potsdam

Krieg zu spielen und Staatsgeschäfte zu führen ist anstrengend. Da sehnt sich jeder Monarch nach ein wenig Zerstreuung. Was eignet sich dafür besser als ein kleines Sommerschlösschen vor den Toren Berlins. Friedrich der Große hatte ganz genaue Vorstellungen, wie seine künftige Sommerresidenz aussehen sollte.

Schloss und Park Sanssouci

Wegen der schönen Lage wurde als Bauplatz für das Lustschloss der “Wüsten Berg” bei Potsdam auserkoren. Der preußische König ließ Weinterrassen anlegen, eine Prunktreppe errichten und am höchsten Punkt des Hügels das Schloss im Rokoko-Stil erbauen.

Schloss und Park Sanssouci

Sans souci – ohne Sorge – nennt Friedrich sein Lustschloss. Mit einem weiten Blick in die Landschaft und inmitten der Natur, verbringt der “Alte Fritz” hier seine Sommermonate. Er schreibt Gedichte, spielt Flöte und empfängt Philosophen. Bach, Goethe und Voltaire sind gern gesehene Gäste des Königs.

Schloss und Park Sanssouci

Frauen weniger. Ihnen wird der Zutritt verweigert. Sanssouci ist ein Schloss “sans femmes”. Auch seine Ehefrau darf das Schloss nicht betreten. Diese verbannt Friedrich auf Schloss Schönhausen.

Schloss und Park Sanssouci

Der König plant auch höchstpersönlich die Gestaltung des Schlossparks. Es entsteht ein barocker Zier- und Nutzgarten mit Blumenrabatten, Statuen, Hecken und Obstbäumen.

Schloss und Park Sanssouci

Nach den Wünschen Friedrichs werden kleine Tempel, Springbrunnen und eine Bildgalerie errichtet. Eine Windmühle soll die ländliche Idylle des Ortes zusätzlich unterstreichen.

Schloss und Park Sanssouci

Ich spaziere kreuz und quer durch den Schlosspark und stoße auf weitere Bauwerke. Vor mir erhebt sich auf einem Hügel die Orangerie.

Schloss und Park Sanssouci

Davor steht die Reiterstatue des “Alten Fritz”.

Schloss und Park Sanssouci

Ein Stück weiter stoße ich auf ein chinesisches Teehaus mit seinen goldenen Figuren.

Schloss und Park Sanssouci

Im hohen Alter zählte das kleine Teehaus zu den Lieblingsorten des Preußenkönigs. Hier fand er Ruhe und Inspiration für seine Gedichte.

Schloss und Park Sanssouci

Eine schnurgerade und 2,5 km lange Hauptallee bringt mich zum “Neuen Palais”, welches rund zwanzig Jahre nach Schloss Sanssouci errichtet wurde. Nach erfolgreicher Beendigung des Siebenjährigen Krieges sollte das Palais Preußens neue Rolle unter den Mächtigen Europas verkünden. Das Palais dient Friedrich als prunkvolles Sommergästehaus in dem glanzvolle Feste gefeiert werden.

Schloss und Park Sanssouci

Den fürstlichen Gästen standen zweihundert Räume, vier Festsäle und ein Rokokotheater zur Verfügung. Der “Alte Fritz” nennt das Palais eine kleine Prahlerei. Die Fassade ist mit über 400 Statuen reich verziert.

Schloss und Park Sanssouci

Das Ende der Parkanlage von Sanssouci markiert ein mächtiger Triumphbogen, der von zwei Pavillons flankiert wird.

Schloss und Park Sanssouci

In den Pavillons – den sogenannten Communs – waren Küchen, Wirtschaftsräume, sowie Unterkünfte für Gäste des Königs und deren Dienerschaft untergebracht. Genug gesehen. Es wird Zeit sich auf den Rückweg zu machen und ich spaziere wieder gemütlich zurück zum Ausgangspunkt

Fazit: Schloss Sanssouci in Potsdam

Bei einem Städtetrip nach Berlin MUSS man auch Schloss Sanssouci in Potsdam besuchen. Das Lustschloss Friedrich der Großen mit der prachtvoller Gartenanlage zählt sicherlich zu den Highlights eines Berlinaufenthalts. Aus meiner Sicht: Absolut sehenswert. Man sollte sich auf alle Fälle genug Zeit nehmen, um in Ruhe durch den Schlosspark spaziern zu können. Mit der S-Bahn oder einem Regionalzug ist Potsdam schnell zu erreichen. Vom Bahnhof geht es entweder weiter zur Fuß oder man nimmt die Straßenbahn.