RADTOUR WIEN – VON DER RINGSTRASSE ZUM STIFT KLOSTERNEUBURG

Diese gemütliche Radtour führt Euch von der Wiener Innenstadt zum Stift Klosterneuburg. Entdeckt dabei die zahlreichen Prachtbauten der Wiener Ringstraße und das romantische Kahlenbergerdorf. Am Schluss der Tour erwartet Euch das monumentale Stift Klosterneuburg mit seinen mittelalterlichen Kunstschätzen.

Wiener Urania – Beginn der SightCyclingTour nach Klosterneuburg

Wiener Urania

Die Urania ist Ausgangspunkt unserer SightCyclingTour, einer Besichtigungstour mit dem Fahrrad. Zur Weiterfahrt nach Klosterneuburg bieten sich zwei Varianten an: Entweder die direkte Variante entlang des Donaukanals oder die schönere und um rund 4 km längere Sightseeing-Etappe über die Wiener Ringstraße. Beim Ringturm treffen beide Varianten wieder aufeinander. Wir haben uns für die Tour über die Ringstraße entschieden. Noch ein paar Worte zur Urania. Für die Planung zeichnet sich Max Fabiani verantwortlich, ein Schüler des berühmten Architekten Otto Wagner. Beliebt ist die Urania bei Cineasten und Astronomen, die hier jede Form von Sternschnuppen – im Kino oder am Himmelszelt – bewundern können.

Hinweis: Für alle Touristen und Nichtfahrradbesitzer
In unmittelbarer Nähe der U4 Station Schwedenplatz beim Ausgang Urania befindet sich eine Ausleihstation von City-Bike, einem Fahrradleihanbieter mit über 120 Stationen in ganz Wien. Weitere Infos findet Ihr unter www.citybikewien.at. Eine Übersicht weiterer Fahrradverleiher gibt es auch auf der Seite der Wien Info unter Radverleih & Bikesharing-Anbieter.

Ringstrasse

Mit den Worten “Es ist mein Wille”, befahl Kaiser Franz Joseph den Abriss der Wiener Stadtmauer. An deren Stelle lässt er die Ringstraße errichten, einen Prachtboulevard mit Parkanlagen und Prunkbauten im Stil des Historismus.

Otto Wagners Postsparkasse

Österreichische Postsparkasse

Der Radweg “Ringstraße” führt uns gleich zur Postparkasse, dem berühmtesten Jugendstil-Bauwerk von Otto Wagner. Marmorplatten mit auffallenden Metallnieten schmücken die sonst schmucklose Fassade. Für Kaiser Franz Joseph ist die Postspakasse die Ausgeburt an Hässlichkeit. Eine schmucklose Fassade geht gar nicht. Otto Wagner fällt in Ungnade und erhält vom Kaiserhaus keine Bauaufträge mehr.

TIPP
Du willst mehr über den genialen Architekten Otto Wagner und seine Arbeiten erfahren? Dann folge unserer Tour: Ein Wiener Stadtspaziergang auf den Spuren von Otto Wagner

Johann Strauss Denkmal

Johann Strauss Denkmal

Vorbei am Museum für angewandte Kunst radeln wir weiter zum Stadtpark und besuchen das am meisten fotografierte Denkmal Wiens: Die vergoldete Statue von Johann Strauss. Das Johann Strauss-Denkmal ist leicht zu finden. Folgt einfach einer asiatischen Reisegruppe! Denn ein Selfie mit dem Walzerkönig gehört zum Pflichtprogramm eines jeden asiatischen Touristen. Oder um den legendären Helmut Qualtinger zu zitieren:

Manche Touristen sind ständig mit dem Fotografieren beschäftigt, damit sie sich hinterher anschauen können, was sie alles verpasst haben.

Helmut Qualtinger, Kabarettist und Schauspieler
Hochstrahlbrunnen

Wir folgen dem “Ringradweg” weiter, passieren den Schwarzenbergplatz mit dem Hochstrahlbrunnen. Böse Zungen behaupten bis heute hartnäckig, dass der Hochstrahlbrunnen nur dazu dient, das dahinter stehende Russendenkmal zu verdecken. Die Legende ist gut, aber nicht wahr. Das Russendenkmal, mit dem Spitznamen “Denkmal des unbekannten Plünderers”, wurde erst 80 Jahre später errichtet und soll an die Befreiung Wiens durch die Rote Armee 1945 erinnern.

Kleiner Abstecher: Die Karlskirche

Karlskirche

Die Karlskirche liegt zwar nicht direkt am Ringradweg, doch sie ist auf alle Fälle einen kurzen Abstecher wert. Die Kirche erinnert mich ein wenig an die Hagia Sophia in Istanbul. Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtete den mächtigen Kirchenbau im Auftrag von Kaiser Karl VI, dem Vater von Maria Theresia.

Karlskirche Deckengemälde

Die beiden Säulen neben der Karlskirche haben die Trajanssäule in Rom zum Vorbild und sind reich verziert. Die Kirche symbolisiert die Überwindung der Pest-Epidemie von 1713 und den Sieg über die Türken 1683. Zurück zum Ring.

Die Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper

Next Stop, Wiener Staatsoper. Dort wo an vielen Abenden Carmen vom verschmähten Liebhaber meuchlings erdolcht wird, endete auch das Leben der beiden Architekten des Opernhauses tragisch. Durch einen Planungsfehler versank das Fundament der Oper im Boden. Der Spott der Wiener war den Architekten Sicardsburg und van der Nüll gewiss. Kaiser Franz Joseph sprach gar von einer “versunkenen Kiste”.

Wiener Staatsoper

In Folge dessen beging van der Nüll Selbstmord und Sicardsburg starb kurz darauf an einem Herzinfarkt. Franz Joseph war daraufhin so geschockt, dass er keine öffentliche Kritik mehr übte. Stattdessen verwendete er bei Eröffnungen nur mehr die salbungsvollen Worte “Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut”.

Mozartdenkmal

Es geht gemütlich weiter. Musikliebhaber werfen beim Vorbeiradeln einen schnellen Blick auf das Mozart-Denkmal im Burggarten. Das beliebteste Denkmal im Burggarten ist kaum zu übersehen. Dort wo sich asiatische Touristen einen erbitterten Kampf um den besten Fotospot liefern, steht das “Mozalt-Denkmal”. Kleiner Scherz, der musste sein.

Zentrum der Macht – Heldenplatz und Hofburg

Hofburg

Wir rollen durch das Äußere Burgtor und erreichen den Heldenplatz, der zu den größten Plätzen der Wiener Innenstadt zählt. Seinen Namen verdankt der Platz den beiden Reiterstatuen von Prinz Eugen und Erzherzog Carl. Der eine verdrosch erfolgreich die Türken, der andere fügte Napoleon die erste Niederlage zu.

Heldenplatz, Prinz Eugen

Prinz Eugen zählt zu den bedeutendsten Feldherren des Habsburgerreiches und baute dessen Stellung als Großmacht wesentlich aus. Daneben trat der Prinz als Bauherr von Schloss Belvedere und Schloss Hof auf. Dem nicht genug, Eugen galt auch als einer der bedeutendsten Kunstmäzene seiner Zeit.

Hofburg

Vor uns erhebt sich die Neue Burg, der jüngste Trakt der Hofburg, von wo die Habsburger bis 1918 ein riesiges Weltreich regierten.

Hofburg

Die Hofburg ist eine Stadt in der Stadt und umfasst ein Areal von rund 250.000 m2 und 18 Trakte. Die genaue Anzahl der Räume ist unbekannt, rund 3.000 sollen es sein. Genug Platz für den Sitz des Bundespräsidenten, die Schatzkammer der Habsburger, das Sisi-Museum, das Weltmuseum, die schönste barocke Bibliothek weltweit oder die Spanische Hofreitschule mit den berühmten Lipizzanern.

Die besten Museen Wiens

Naturhistorisches Museum

Wir kehren zurück zum Äußeren Burgtor, wechseln die Straßenseite und blicken Maria Theresia direkt ins Auge. Die Kaisergattin schenkte 16 Kindern das Leben. Darunter Kaiser Joseph II und Maria Antoinette. Letztere wurde als französische Königin einen Kopf kürzer gemacht. Nur weil sie dem hungernden Volk den Rat gab, Kuchen zu essen, wenn es kein Brot gibt. Undank ist der Welten Lohn! Links und rechts von Maria Theresia stehen das Kunsthistorische und Naturhistorische Museum, dahinter das Museumsquartier.

Kunsthistorisches Museum

Das Kunsthistorische Museum (KHM) zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Grundstock des Museums bilden die zahlreichen Sammlungen der Habsburger. Das Stiegenhaus ist mit Werken von Gustav Klimt ausgestattet. Die Gemäldegalerie umfasst Werke von Rubens, Tizian, Michelangelo oder Bruegl. Quasi das Who-is-Who der Malerei.

Saliera

Und dann wäre da noch ein kleiner, fast unscheinbarer “Salzstreuer”.  Die Saliera von Benvenuto Cellini gilt als eine der wertvollsten Skulpturen des Museums. 2003 war sie Hauptdarstellerin eines spektakulären Kriminalfalls. Während Renovierungsarbeiten wird sie in einer Nacht und Nebel Aktion gestohlen und erst drei Jahre später in einem Wald vergraben wiedergefunden.

Willendorf

Star des Naturhistorischen Museums ist ein Sexsymbol, welches so gar nicht dem heutigen “Instagram-Hungerhaken-Schönheitsideal” entspricht. Fettleibig, schwere Brüste und breite Hüften. Die Rede ist von der Venus von Willendorf. Die 29.000 Jahre alten und 11 cm kleinen Statue wurde 1908 in der Wachau gefunden.

MQ Museumsquartier

Bevor wir die Ringstraße weiterradeln, unternehmen wir noch schnell einen Abstecher ins Museumsquartier (MQ) mit seinen zahlreichen Museen, Galerien und Restaurants. Wir widerstehen der Versuchung auf einem der berühmten Enzis Platz zu nehmen. Die bunten Sitzmöbel eignen sich hervorragend zum Chillen. Zu empfehlen ist ein Besuch des Leopold Museums mit seiner bedeutenden Jugendstil-Sammlung. Hier erwarten Euch Bilder von Schiele, Klimt und Kokoschka.

Weitere Highlights des Ringradweges: Parlament, Burgtheater, Rathaus

Österreichisches Parlament

Es wird Zeit weiter zu radeln. Der Radweg “Ringstraße” führt uns vorbei am Parlament zum Burgtheater und Rathaus.

Das Burgtheater

Burgtheater

Die Burg ist zweifellos das berühmteste Theater im deutschen Sprachraum. Ensemblemitglied des Burgtheaters zu sein, zählt zu den höchsten Auszeichnungen im Leben eines Schauspielers. Klaus Maria Brandauer, Erika Pluhar, oder Paula Wessely sind nur drei bekannte Ensemblemitglieder.

Burgtheater

Auch Charlotte Wolter erhielt zurzeit von Kaiser Franz Joseph diese hohe Auszeichnung. Sie wurde vom Publikum geradezu hysterisch gefeiert und vereehrt. Ihr legendärer “Wolter-Schrei” ging durch Mark und Bein und in die Theatergeschichte ein. Die “Schratt” hingegen verkörperte nicht nur im Burgtheater eine Kaiserin. Jahrelang galt sie als Geliebte von Kaiser Franz Joseph.

Wiener Rathaus

Wiener Rathaus

Auf der vis-a-vis Seite steht das neugotische Wiener Rathaus. Auf der Spitze des 98 Meter hohen Rathausturmes thront der Rathausmann und blickt schützend über Wien. Zu seinen Füßen lassen sich jeden 1. Mai die Spitzen der Sozialdemokraten vom einfachen Volk bejubeln. Was denkt sich wohl der gute alte Rathausmann, wenn ein roter EU-Spitzenkandidat (!) die ernsthafte Frage stellt, welche Farbe ein Feuerlöscher hat. Während die Genossen über Besucherschwund klagen, trifft dies auf den traditionellen Christkindlmarkt am Rathausplatz nicht zu.

Zweithöchste Kirche Wiens – Die Votivkirche

Votivkirche

Wir treten wieder ein wenig in die Pedale. Beim Jonas-Reindl eröffnet sich der Blick auf die Votivkirche, mit einer Höhe von 99 Metern die zweithöchste Kirche Wiens. Die Errichtung der neugotischen Votivkirche geht auf ein missglücktes Attentat auf Kaiser Franz Joseph zurück. Der Attentäter, der ungarische Schneidergeselle  János Libényi, wurde festgenommen und hing acht Tage später am Galgen. Bei Attentaten auf die kaiserliche Familie verstand man auch im walzerseligen Wien keinen Spaß.

TIPP
Du willst mehr über die prächtigen Bauten und Palais an der Ringsstraße wissen? Dann folge unserer Tour: Die Wiener Ringstraße – Ein Stadtspaziergang entlang des Prachtboulevards

Der Ringturm, the landmark of the city

Ringturm

Der markante Wiener Ringturm ist mit einer Höhe von 73 Metern das  zweithöchste Gebäude innerhalb der Wiener Ringstraße. Höher ist nur der Stephansdom. Frei nach Christo wird seit dem Jahr 2006 die Turmfassade in den Sommermonaten mit einem großflächigen Kunstwerk verhüllt. 2018 zeichnet sich der prominente österreichische Künstler Gottfried Helnwein für die Verhüllung des Ringturms verantwortlich.

Am Donaukanal Radweg

Beim Ringturm verlassen wir den Radweg “Ringstraße” und fahren die Rampe zum Donaukanalradweg hinunter. Aufgrund einiger Lokale gilt es höllisch auf Fußgänger aufzupassen. Spätestens ab der Friedensbrücke sind die Radler aber unter sich. An Wänden und Brückenpfeiler können wir beim Vorbeifahren zahlreiche Graffitis bewundern. Viele sind kleine Kunstwerke, andere nur sinnlose “Schmierage”.

Müllverbrennungsanlage Spittelau

Hundertwasser - Müllverbrennungsanlage Spittelau

Das Bunte, das Vielfältige, das Mannigfaltige ist auf alle Fälle besser als das Graue, das Durchschnittsgrau!

Friedensreich Hundertwasser, Maler

Schon von weitem leuchtet uns die goldene Kugel vom Schlot der Müllverbrennungsanlage entgegen.

Hundertwasser - Müllverbrennungsanlage Spittelau

Anfang der 90er Jahre wurde der Künstler Friedensreich Hundertwasser mit der Behübschung des grauen Industriebaus beauftragt. Die bunte Fassade und sein berühmtes Kapperl am Dach der Müllverbrennungsanlage zählen zu den beliebtesten Fotomotiven bei Wien-Touristen.

Otto Wagner und der Nussdorfer Spitz

Nussdorfer Schleuse

Gemütlich radeln wir den Donaukanalradweg bis zum Nussdorfer Spitz weiter. An der Stelle, wo der Donaukanal von der Donau abzweigt, steht ein Jugendstil-Juwel: Die von Otto Wagner geplante Wehr- und Schleusenanlage mit Nebengebäuden und der Schemerlbrücke. Aufgrund der exponierten Lage und den zwei mächtigen Löwen wirkt die Schleusenanlage wie ein Stadttor in die Wiener Innenstadt.

Entlang des Donauradweges

Am Donaukanal Radweg

Jetzt wechseln wir wieder den Radweg. Nach dem “Ringstraßen-Radweg” und dem “Donaukanalradweg” folgen wir nun dem Donauradweg. Vorbei an zahlreichen Kreuzfahrtschiffen geht es mit einem flotten Tritt ins Kahlenbergerdorf.

Am Donauradweg

Auf keinem Fall versäumen: Der Blick zurück auf das “Moderne Wien” mit Donauturm, UNO-City und DC-Tower.

Kahlenbergerdorf

Kahlenbergerdorf

An der Stadtgrenze von Wien liegt das pittoreske Kahlenbergerdorf. Zwischen den engen und steilen Gassen des alten Weinbauortes scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wie schon Franz Schubert, spazieren wir hinauf zur Kirche und besuchen Wiegand von Theben, den “Pfaff vom Kahlenbergerdorf”.

Pfaff vom Kahlenbergerdorf

Der Don Camillo des Spätmittelalters war berüchtigt für seine Späße. Als der Bischof erfuhr, dass Wiegands Haushälterin erst zwanzig Jahre zählte, befahl er diese zu entlassen und an die Zahl 40 zu denken. Wiegend tat wie ihm geheißen, engagierte zwei neue Haushälterinnen von jeweils zwanzig Jahren und konterte dem Bischof, “Das macht 40 geradeaus”.

Stift Klosterneuburg – Das Escorialerl Österreichs

Stift Klosterneuburg

Die Geschichte von Stift Klosterneuburg beginnt mit der berühmten Schleierlegende. Am Tag der Vermählung von Markgraf Leopold III trug eine heftige Windböe den Hochzeitsschleier seiner künftigen Gemahlin Agnes fort. Neun Jahre später fand Leopold während eines Jagdausflugs den Schleier unversehrt auf einem blühenden Holunderbaum. Der fromme Leopold verstand dies als göttliches Zeichen und ließ an dieser Stelle das Stift Klosterneuburg errichten. Vielleicht auch als Dank, dass ihm seine Gattin, die bei der Hochzeit bereits unglaubliche 34 Lenze zählte, noch 18 Kinder schenkte.

Stift Klosterneuburg - Verduner Altar

Die sterblichen Überreste des später heiliggesprochenen Markgrafen ruhen in einem Schrein oberhalb des berühmten Verduner Altars aus dem Jahr 1181. Dieser zählt zu den schönsten mittelalterlichen Goldschmiede- und Emailkunsthandwerken Europas.

Stift Klosterneuburg

Am Beginn des 18. Jhdts setzte sich Kaiser Karl VI das ehrgeizige Ziel Stift Klosterneuburg nach dem Vorbild des spanischen Escorial zu erweitern. Eine barocke Prachtresidenz sollte entstehen, die zugleich Kloster und Herrscherpalast in sich vereinigt. Doch das Klosterneuburger Escorial blieb ein Escorialerl. Wie so oft scheiterte das Projekt am Geld und Desinteresse seiner Nachfolger.

Stift Klosterneuburg - Sala terrena

Von den ursprünglichen Plänen wurde nur ein Viertel des geplanten Bauvorhabens tatsächlich umgesetzt. Der Besuchereingang, die “Sala terrena”, zeigt noch heute das abrupte Ende der Bauarbeiten nach dem Tod von Karl VI.

Stift Klosterneuburg - Kaisertrakt

Fertiggestellt wurde der Marmorsaal, der Kaisertrakt, einer der vier geplanten Innenhöfe, sowie zwei von neun Kuppeln an deren Spitzen sich die römische Kaiserkrone und der Österreichische Erzherzogshut befinden. Kaiser Karl VI benutzte die Appartements im Kaisertrakt nur ein einziges Mal, bei der Hofwallfahrt im November 1739. Ein Jahr später verstarb er und seine Tochter Maria Theresia ließ den Ausbau des Stiftes stoppen.

Stift Klosterneuburg - Kaisertrakt

Für den Besuch des Stiftes empfehlen wir an der “Großen Stiftsführung” teilzunehmen. Diese rund 90 minütige Tour beinhaltet alle Highlights des Stiftes, wie den Besuch der Stiftskirche, des Kreuzgangs mit dem Verduner Altar, sowie die Besichtigung der Kaiserzimmer und des Marmorsaals.

Stift Klosterneuburg

Jetzt ist es geschafft. Nach einer kurzen Stärkung im Stiftscafe, geht es zurück in die Wiener Innenstadt. Alternativ könnt Ihr mit dem Zug vom Bahnhof Klosterneuburg nach Wien zurückfahren.

Fazit

Der Radweg von der Wiener Innenstadt nach Klosterneuburg führt vornbei an zahlreichen prachtvollen Ringstraßenbauten und endet bei einem der schönsten Klöster Österreichs, dem Stift Klosterneuburg. Die gemütliche Radtour ohne Steigungen ist geeignet für jeden kulturinteressierten Touristen und eignet sich hervorragend Wien und Klosterneuburg kennenzulernen. Eine absolut empfehlenswerte SightCyclingTour!

Fotoalbum
Wir hoffen, dass wir Euch mit unseren Tipps zu einer Radltour von Wien nach Klosterneuburg inspirieren konnten. Noch mehr Fotos zu dieser Radtour quer durch die Wiener Innenstadt findet Ihr im Fotoalbum unter: VON DER WIENER INNENSTADT NACH KLOSTERNEUBURG

Tourdaten

Radweg-Symbol: Grüne Tafeln mit weißer Schrift (Donaukanal, Donauradweg)

Schwierigkeit: leicht

Strecke: einfach ca 17 km, hin und retour 34 km 

Highlights der Strecke:

  • Die Wiener Ringstraße mit Otto Wagners Postsparkasse, Stadtpark mit Johann Strauss Denkmal, Heldenplatz, Hofburg, Karlskirche, Staatsoper, KHM, NHM, Museumsquartier, Burgtheater, Rathaus, Ringturm, uvm
  • Das pittoreske Kahlenbergerdorf
  • Klosterneuburg, Stift Klosterneuburg

Die Radtour ist perfekt ausgeschildert!