RADWEG WIENER NEUSTÄDTER KANAL – VOM ZENTRUM WIENS NACH WIENER NEUSTADT

Heute begebe ich mich auf eine historische “Schiffsreise” und folge dem Wiener Neustädter Kanal direkt aus dem Herzen Wiens (Wien Mitte) nach Wiener Neustadt. Die Länge der Radtour beträgt 64 km.

INHALTSVERZEICHNIS

Etappe 1: Vom ersten Wiener Hafen zum zweiten Wiener Hafen
Etappe 2: Vom zweiten Wiener Hafen bis zum Liesingbach
Etappe 3: Vom Liesingbach bis nach Maria Lanzendorf
Etappe 4: Von Maria Lanzendorf bis nach Laxenburg
Etappe 5: Von Laxenburg nach Kottingbrunnn
Etappe 6: Von Kottingbrunn bis Wiener Neustadt

Etappe 1: Vom ersten Wiener Hafen zum zweiten Wiener Hafen

Bahnhof Wien Mitte

Wien Mitte

Zwischen Rechter Bahnzeile und dem Bahnhof Wien Mitte befand sich der erste Wiener Hafen des Wiener Neustädter Kanals. Die Ingenieure der Monarchie wälzten große Pläne, als im Jahr 1797 mit den Grabungsarbeiten zur Errichtung einer Wasserstraße zwischen Wien und Triest begonnen wurde.

Ehemaliges Kanalbett in Wien

Mit Hilfe des Kanals sollten Kohle, Holz und Ziegel kostengünstig aus Niederösterreich nach Wien transportiert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren täglich bis zu 40.000 Pferde auf der alten Reichsstraße unterwegs und verursachten eine “Verkehrshölle”. Die feierliche Eröffnung des Kanals erfolgte am 12. Mai 1803.

Russisch-Orthodoxe Kathedrale zum heiligen Nikolaus

Wir starten bei der Rechten Bahnzeile, radeln vorbei an den goldenen Kuppeln der Russisch-Orthodoxen Kathedrale und queren den Rennweg. Unser erstes Ziel ist der Platz der Opfer der Deportation.

Platz der Opfer der Deportation

Platz der Opfer der Deportation

Am Platz der Opfer der Deportation wurde 1848 der Wiener Hafen verlegt, da der alte Hafen dem Eisenbahnausbau im Weg lag. Mit der Fertigstellung der Südbahnstrecke und der Errichtung der Aspangbahn begann der Niedergang des Kanals. Im Juli 1879 wurde der Schiffsverkehr in Wien eingestellt und das Kanalwasser abgelassen. Das Hafenbecken wurde zugeschüttet und an dessen Stelle der Aspangbahnhof errichtet. Das trockengelegte Kanalbett nutzte man als Trasse für die Aspangbahn.

Platz der Opfer der Deportation

Der Aspangbahnhof selbst fiel in den 1970er-Jahren der Abrissbirne zum Opfer. Traurige Berühmtheit erlangte der Bahnhof während der Nazizeit. Ein Denkmal im Park erinnert an die tausenden Juden, die von hier in die Vernichtungslager transportiert wurden.

Etappe 2: Vom zweiten Wiener Hafen bis zum Liesingbach

Simmering "Am Kanal"

Weiter geht es entlang der Rubin Bittmann Promenade, der Otto Preminger Straße und der Leberstraße Richtung St Marxer Friedhof. Für einen Abstecher auf den St Marxer Friedhof müsst Ihr im Kreisverkehr der Leberstraße für weitere 600 Meter folgen. Ansonsten radelt Ihr dem Radweg-Schild “Schwechat” nach.

HINWEIS: BIEDERMEIERFRIEDHOF ST MARX
Besucht die letzte Ruhestätte Mozarts. Die genaue Lage seines Grabes ist jedoch unbekannt. Da Grabsteine zu Mozarts Zeit verboten waren, kannte nur der Totengräber die genaue Stelle. Mit seinem Tod ging das Wissen um die Lage von Mozarts Grab verloren. Ein trauerndes Engerl an einer abgebrochenen Säule bezeichnet heute jenen Ort, wo die letzte Ruhestätte Mozarts vermutet wird.

Simmering "Am Kanal"

Der Radweg folgt dem Straßenzug “Am Kanal” und der Schemmerlstraße, die an Joseph Schemerl erinnert. Dieser leitete  den Ausbau des Kanals zwischen 1799–1803. Warum man dem armen Mann im Straßennamen ein zweites “m” verpasste, kann uns vermutlich nur der zuständige Stadtrat verraten. Er hat wohl im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst.

Zentralverschiebebahnhof Kledering

Eine Brücke – mit Blick auf die Kuppel der mächtigen Karl Borromäus Jugendstilkirche – führt uns über den Zentralverschiebebahnhof Kledering.

Funkturm Wien-Arsenal

Über Wiesen und Felder geht es nun weiter Richtung Oberlaa und Unterlaa zum Liesingbach.

Etappe 3: Vom Liesingbach bis nach Maria Lanzendorf

Am Stadtwanderweg 7

Kurz nach Unterlaa folgt der Radweg ein Stück der Außenring-Autobahn. Unser nächstes Ziel ist die Wallfahrtskirche in Maria Lanzendorf.

Wallfahrtskirche Maria Lanzendorf – Ein Ort mit Weltgeschichte

Wallfahrtskirche Maria Lanzendorf

In Maria Lanzendorf wurde Weltgeschichte geschrieben. Um 70 n Chr schaute der Apostel Lukas vorbei und verkündete das Wort Christi. 100 Jahre später stürmte der römische Kaiser Marc Aurel durch den Ort, tötete jeden Markomannen und ließ als Dank eine Kapelle errichten. 508 verirrte sich König Arthus in die Gegend. Warum weiß nur er.

Wallfahrtskirche Maria Lanzendorf

Karl der Große kam mit der Absicht die Awaren zu vernichten. Was ihm auch gelang. Er spendete eine neue Kapelle und ein Marienbild zur Verehrung. Der Babenberger Herzog Leopold VI verehrte es und dankte der Mutter Gottes für seine glückliche Heimkehr vom Kreuzzug.

Wallfahrtskirche Maria Lanzendorf

Zu den Tatsachen. Als Wallfahrtsort wird Maria Lanzendorf bereits 1418 erwähnt und gilt als einer der ältesten Wallfahrtsorte Österreichs. Nach der Zerstörung durch die Türken 1683 wurde die Kirche prachtvoll im barocken Stil wiedererrichtet. Ein besonderes Zeugnis barocken Frömmigkeit ist der künstlich errichtete Kalvarienberg, in dessen Nischen der Leidensweg Christi dargestellt ist.

Wallfahrtskirche Maria Lanzendorf

Nach der Eröffnung des Wiener Neustädter Kanals drohte der Wallfahrtskirche eine besondere Gefahr. Wasser aus undichten Kanalteilen drang in die Katakomben ein und brachten die Kirche in Einsturzgefahr. Das Wasser stand so hoch, dass sogar die Särge durch die Gruft schwammen.

Etappe 4: Von Maria Lanzendorf bis nach Laxenburg

In der Nähe von Achau

Kurz nach Achau stoße ich erstmals auf den Wiener Neustädter Kanal, der hier in den Mödlingbach mündet. Auf der rund 60 km langen Strecke überwand der Kanal mit Hilfe von 50 Schleusen einen Höhenunterschied von etwa 100 Meter. Vom Kanal sind heute noch 38 km zwischen Biedermannsdorf und Wiener Neustadt erhalten geblieben. Der Rest wurde zugeschüttet.

Wiener Neustädter Kanal

Mühlen und Spinnereien sind schuld daran, dass der Kanal nicht zur Gänze zugeschüttet wurde. Sie siedelten sich am Kanal an, um das Wasser zum Betreiben der Maschinen zu nutzten. Kleinkraftwerke versorgen heute noch die Region mit Strom.

Laxenburg

Blauer Hof - Neues Schloss

Schon bald darauf erreiche ich Laxenburg, wo die Habsburger gerne zur Sommerfrische weilten.  Besonders Maria Theresia und Kaiser Franz schätzen den Park von Schloss Laxenburg, den größten englischen Landschaftsgarten Österreichs. Für eine ausgiebige Besichtigung reicht heute leider die Zeit nicht.

HINWEIS: SCHLOSS LAXENBURG
Kaiser Franz I schuf am Beginn des 19. Jhdt eine Art Ritter-Disneyland im Schlosspark. Highligt des Parks ist die Franzensburg. Die Wasserburg stellt ein Sammelsurium historischer Originalbauteile aus Klöstern und Burgen des ganzen Landes dar. Mehr Infos für einen Rundgang im Schlosspark Laxenburg.

Etappe 5: Von Laxenburg nach Kottingbrunn

Am Wiener Neustädter Kanal

Es geht weiter entlang des Bahndamms der Aspangbahn zu den Ausläufern des Industriegebiets NÖ-Süd. Ab hier führt der Radweg fast durchgehend entlang des Wiener Neustädter Kanals bis an sein Ende in Wiener Neustadt. Ich radle durch Guntramsdorf, wo 1797 Kettensträflinge und Zwangsarbeiter mit den Grabungsarbeiten für die Wasserstraße begannen. Unwetterschäden und Dammbrüche verzögerten eine rasche Fertigstellung des Kanals.

Wiener Neustädter Kanal

Am 12. Mai 1803 konnte die Schifffahrt endlich den Betrieb aufnehmen. Bereits um fünf Uhr früh verließ das erste Schiff den Wiener Hafen. Der Lastkahn nahm in Guntramsdorf eine Ladung Ziegel an Bord und erreichte am Nachmittag des nächsten Tages Wiener Neustadt.

Am Wiener Neustädter Kanal

Die Lastschiffe wurden von einem Pferd gezogenen, hatten eine Länge von 22 Meter und eine Breite von zwei Meter. Sie konnten 30 Tonnen Ladegut transportieren, was ungefähr 30 Pferdefuhrwerken entsprach.

Wiener Neustädter Kanal

Es geht flott dahin durch die flache Landschaft. Der Radweg streift die bekannten Weinorte Gumpoldskirchen, Pfaffstätten oder Baden nur am Rande. Wer Lust und Laune hat, kann auf der Höhe von Pfaffstätten einen kleinen Abstecher in das historische Zentrum von Baden unternehmen.

HINWEIS: BADEN BEI WIEN
Einen kleinen Stadtrundgang durch Baden findet ihr im Beitrag Helenentalradweg – Das Wegerl im Helenental. Durch den Abstecher verlängert sich die Radtour um rund vier Kilometer.

Weingartenbrücke

Den Abstecher nach Baden lasse ich heute aber bleiben und radle weiter entlang des Kanals. Es geht an Wasserschleusen und historischen Ziegelbrücken vorbei.

Schloss Kottingbrunn und der Kriminalfall Bohr

Schloss Kottingbrunn

In Kottingbrunn lege ich eine kurze Rast ein und bewundere das fast 1.000 jährige Wasserschloss. Sein heutiges Aussehen verdankt das Schloss dem Grafen Lamberg, der es nach der Zerstörung durch die Türken als Herrensitz wiederaufbauen ließen. Ich gebe zu, diese Info ist nicht sonderlich spannend. Spannender ist jedoch die Geschichte über Peter Ritter von Bohr, dem das Schloss von 1819 bis 1840 gehörte.

Schloss Kottingbrunn

Bohr stammte aus Luxemburg und kam als begabter Portraitmaler und Geschäftsmann nach Österreich. Er verfügte über ausgezeichnete Kontakte und machte mit undurchsichtigen Geschäften rasch ein großes Vermögen, das er laufend in Grundbesitz investierte. Bohr galt als Liebling von Kaiser Franz I und guter Freund des Fürsten Metternich. Er war auch Mitbegründer der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft und der Ersten Österreichischen Spar-Casse.

Schloss Kottingbrunn

Durch eine Fehlinvestition schlitterte Bohr 1839 in den Konkurs. Kurze Zeit später verfügte er auf rätselhafte Weise wieder über beachtliche Geldsummen. Sechs Jahre später des Rätsels Lösung. Bohr wird als Geldfälscher entlarvt, nachdem seine Frau mit Falschgeld eine auffällige Uhr gekauft hatte. In einem Aufsehen erregenden Prozess wird das Ehepaar zum Tode verurteilt. Nach Intervention aus höchsten Kreisen wird Bohr zu acht und seine Gattin zu zwei Jahren Kerker begnadigt. Bohr stirbt 1847 in der Haft und wird in Kottingbrunn begraben.

Etappe 6: Von Kottingbrunn bis Wiener Neustadt

Am Kanal

Ohne Steigung radle ich an den Gemeinden Schönau, Leobersdorf, Sollenau, sowie dem Truppenübungsplatz Großmittel vorbei. Die Strecke beginnt sich jetzt ein wenig zu ziehen. Der ideale Zeitpunkt für eine kleine Anekdote über Ludwig van Beethoven. Beethoven, der viele Sommer in Baden verbrachte, unternahm eines Tages einen Spaziergang  entlang des Kanals.

Am Kanal

Ganz in Gedanken vertieft, vergaß er umzukehren und folgte dem Kanal immer weiter. Völlig müde, staubbedeckt und hungrig erreichte er Wiener Neustadt. Da er wie ein Bettler und Lump aussah wurde er von der Polizei wegen Landstreicherei festgenommen.

Am Kanal

Bereits im Stadtgebiet von Wiener Neustadt überquert der Kanal die Warme Fischa auf einem kleinen Aquädukt. Die Wasserkreuzung zählt zu den sieben Wundern von Wiener Neustadt, die jedes Volksschulkind der Stadt kennt. Zumindest, wenn es rudimentär des Lesens mächtig ist. Die sieben Wunder von Wiener Neustadt sind eine Anspielung auf die Sieben Weltwunder und weisen auf sieben historischen Besonderheiten hin. Mehr dazu am Ende unserer Radtour.

Der Hafen von Wiener Neustadt

Wiener Neustäter Hafen

Ich folge dem Kanal weiter bis zur Einmündung in den Kehrbach, überquere diesen und radle entlang der Straße” Am Kanal” bis zur Ungargasse, wo sich einst der Hafen von Wiener Neudstadt befand. Das Hafenbecken wurde 1916 zugeschüttet. Nur eine unscheinbare Gedenktafel erinnert noch an das einstige Hafengelände. Geschafft, die meine “Schiffsreise” findet hier ihr Ende. Ich “schiffe” aus und unternehme noch einen kurzen Spaziergang zu den sieben Wundern von Wiener Neustadt.

Die sieben Wunder von Wiener Neustadt

Neukloster und Mozarts Requiem

Neukloster

Nur einen Katzensprung vom ehemaligen Hafen entfernt steht das Neukloster. Dieses wurde von Kaiser Friedrich III, dem Vater des späteren Kaiser Maximilian, 1444 gegründet. Das Kloster zählt zwar nicht zu den “Wundern”, doch hier wurde am 14. Dezember 1793 Mozarts Requiem unter der Leitung von Graf Franz von Walsegg aufgeführt.

Neukloster

Walsegg hatte Mozart anonym mit der Komposition eines Requiems beauftragt. Der sonderbare Adelige gab häufig Partituren bei berühmten Komponisten in Auftrag, um diese bei Privatdarbietungen als seine eigenen zu verkaufen. Erstmals wurden Teile vom Requiem bereits fünf Tage nach Mozarts Tod in der Wiener Michaelerkirche 1791 uraufgeführt. Mehr zum Leben Mozarts findet Ihr in meinem Beitrag Mozart in Wien.

St-Georgs-Kathedrale

Theresianische Militärakademie

Die St-Georgs-Kathedrale kann gleich mit zwei Wunder aufwarten, nämlich “Das Grab zwischen Himmel und Erde” und “Die Kirche unter der ein Heuwagen durchfahren kann”. Die St Georgs Kathedrale ist Teil der mehrfach umgebauten Wiener Neustädter Burg, wo sich heute die Militärakademie befindet. In der Burg wird Kaiser Maximilian I, der letzte Ritter, 1459 geboren. Von ihm soll der berühmte Spruch “Tu felix Austria nube” stammen. Mit diesem Motto prägte er die erfolgreiche Heiratspolitik der Habsburger und Österreichs Aufstieg zur Weltmacht. Seine letzte Ruhestätte fand er unter den Stufen des Hochaltars.

Theresianische Militärakademie

Die Kirche wurde nachträglich über einem Burgtor errichtet. Das Tor blieb erhalten und ist so breit, dass noch heute ein Heuwagen unter der Kirche durchfahren könnte. Und da sich die Kirche quasi “im ersten Stock” der Burg befindet, liegt das Grab von Maximilian “zwischen Himmel und Erde”.

Wiener Neustädter Dom

Dom von Wiener Neustadt

Auf zum nächsten Wunder. Dieses befand sich am Wiener Neustädter Dom. Die beiden markanten Türme des Domes waren einst durch eine Hängebrücke in schwindelnder Höhe miteinander verbunden. Leider wurde die Hängebrücke durch einen Stadtbrand 1834 zerstört und nicht mehr wieder errichtet.

Hauptplatz

Altes Rathaus von Wiener neustadt

Weiter geht es zum Hauptplatz, wo ich eine kleine Ehrenrunde drehe und einen Blick auf das Alte Rathaus im klassizistischen Stil und die Mariensäule, die in Dankbarkeit für das Ende einer Pestepidemie errichtet wurde, werfe. Am Hauptplatz befinden mehr oder weniger zwei weitere Wunder.

Altes Rathaus von Wiener neustadt

Der Babenberger Herzog Leopold V. gilt als Gründungsvater von Wiener Neustadt. Finanziert wurde der Bau der Stadt durch die Lösegeldzahlungen des englischen Königs Richard Löwenherz. Löwenherz hatte bekanntlich während eines Kreuzzuges den Babenberger zu tiefst beleidigt. Die Rache folgte auf dem Fuße. Auf der Rückreise wurde Löwenherz bei Wien gefangen genommen und erst nach Zahlung eines hohen Lösegelds frei gelassen.

Mariensäule in Wiener Neustadt

Der von Leopold ausgewählte Bauplatz für die neue “Wienerstadt” hatte leider einen entscheidenden Nachteil. Er lag mitten im Sumpfgebiet. Der Boden war so schlammig, dass die ersten Siedler beim Gehen das Gefühl hatten, der “Boden schwankt unter ihren Füßen”. Und schon war das nächste Wunder gefunden.

Mariensäule in Wiener Neustadt

Um dem schwankenden Boden mehr Stabilität zu verleihen, wurden Holzstämme in den Boden getrieben und darauf Häuser und Gärten errichtet. Als die Siedler später in ihren Gärten den Salat ernteten, wuchs dieser sozusagen auf den Bäumen. Welch ein Wunder!

Reckturm

Reckturm

Machen wir uns auf zum letzten Wunder, welches sich beim Wiener Tor befand. Es handelt sich dabei um das Haus ohne Nagel, welches angeblich ohne einen einzigen Nagel errichtet wurde. Leider machte es im 19. Jhdt eine unangenehme Bekanntschaft mit der Spitzhacke.

Reckturm

Als Alternative für das entgangene Wunder bietet sich der Reckturm an. Errichtet im 13. Jhdt diente dieser lange Jahre als Gefängnis und Ort der “Peinlichen Befragung”. Hier erlebten Frauen, die der Hexerei angeklagt werden, wahre Wunder. Unter Folter gestanden sie alles. Ob die Freundschaft mit dem Teufel oder das Vergiften des Brunnenwassers.

Bahnhof Wiener Neustadt

Genug von Schauergeschichten, Wundern und Kultur. Es wird Zeit zum Bahnhof zu radeln und mit dem nächsten Zug nach Wien zurück zu fahren.

Fazit

Schöne leichte Radtour von Wien Mitte bis nach Wiener Neustadt. Ideal zum Einfahren nach der Winterpause. Streckenweise ist die Tour sehr windanfällig, insbesondere nach Kottingbrunn. Zurück geht es gemütlich mit der Bahn.

FOTOALBUM
Wir hoffen, dass wir Euch mit unseren Tipps zu einer Radtour entlang des Wiener Neustädter Kanals inspirieren konnten. Noch mehr Fotos zu dieser Radtour findet Ihr im Fotoalbum unter: RADWEG WIENER NEUSTÄDTER KANAL

Streckenplan

Tourdaten

Radweg-Symbol: Die Radtour nutzt verschiedene lokale Radwege bis sie dann auf den EuroVelo9 bzw Thermenradweg stößt.

Schwierigkeit: leicht/mittel

Strecke: ca 62 km

Highlights der Strecke:

  • Wiener Neustädter Kanal
  • Wallfahrtskirche und Kalvarienberg von Maria Lanzendorf
  • Die 7 Wunder von Wiener Neustadt

Die Radtour ist ab Laxenburg sehr gut ausgeschildert bzw es geht immer dem Wiener Neustäter Kanal entlang. Davor empfiehlt sich eine Karte bzw die gps-Daten!